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Politik Schlechte Nachricht für Clinton: E-Mail-Affäre geht weiter
Nachrichten Politik Schlechte Nachricht für Clinton: E-Mail-Affäre geht weiter
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08:46 09.07.2016
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Washington

Das US-Außenministerium wird seine Untersuchung der E-Mail-Praxis Hillary Clintons aus ihrer Zeit als Außenministerin wieder aufnehmen. Das berichteten der US-Sender CNN und weitere Medien übereinstimmend.

Für die voraussichtliche demokratische Präsidentschaftskandidatin ist das eine schlechte Nachricht. Nur einen Tag zuvor hatte das US-Justizministerium auf Empfehlung des FBI die umfangreichste und potenziell gefährlichste Untersuchung ohne Anklage abgeschlossen.

Nun wolle das Ministerium seine interne Untersuchung durchführen, zitiert das Portal „The Hill“ den Ministeriumssprecher John Kirby. Clinton hatte für ihre Mails private Server und keine der Regierung benutzt, wie es vorgeschrieben war.

Eine im April abgeschlossene Untersuchung des Außenministeriums stellte fest, dass Clinton interne Regeln verletzt habe. Bei der Wiederaufnahme der Untersuchung soll es darum gehen, ob Clinton und ihre Mitarbeiter Vorschriften für den Umgang mit vertraulichem Material brachen. Clinton hatte immer verneint, dass über ihren Server vertrauliches Material gelaufen sei. Das FBI stellte das Gegenteil fest.

Die neue unbefristete Untersuchung kann für Clinton nicht mit einer Anklage enden. Aber sie hält die juristisch abgeschlossen geglaubte Affäre im Wahljahr am Kochen - für Clintons bereits miserable Glaubwürdigkeit potenziell verheerend.

Zudem könnten die Untersuchungen ihre Top-Berater und engsten Vertrauten in einer künftigen Laufbahn behindern: Damals Beteiligte könnten mit Sanktionen belegt werden, die nötige Sicherheitsstufe verlieren und deshalb nicht im inneren Kreis einer Regierung Clinton arbeiten.

„The Hill“ zufolge werden wahrscheinlich Clintons Vertraute und frühere Mitarbeiter des Außenministeriums wie ihre damalige Pressesprecherin Cheryl Mills, die ehemalige stellvertretende Stabschefin und jetzige Wahlkampf-Vizeleiterin Huma Abedin und der Berater Jake Sullivans bei der Untersuchung unter die Lupe genommen.

dpa

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