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Schwedisches Königspaar in Deutschland

Royaler Staatsbesuch Schwedisches Königspaar in Deutschland

Schwedens Königspaar ist für vier Tage in Deutschland. Zum Auftakt geht es zum Bundespräsidenten. Auch ein Treffen mit der Kanzlerin steht auf dem Programm.

Berlin. Der schwedische König Carl XVI. Gustaf (70) und Königin Silvia (72) haben ihren viertägigen Staatsbesuch in Deutschland mit einem Besuch in Berlin begonnen. Bundespräsident Joachim Gauck empfing die Gäste mit militärischen Ehren im Park von Schloss Bellevue.

Zuvor war das Paar auf dem Flughafen Tegel gelandet - Königin Silvia hielt einen gelben Blumenstrauß in den Händen und winkte lächelnd in die Kameras. Später spazierte das Königspaar gemeinsam mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller durch das Brandenburger Tor und legte einen Kranz in den Farben Schwedens - Gelb und Blau - an der Neuen Wache nieder. Ein Utensil durfte nicht fehlen: der Regenschirm - das Wetter präsentierte sich in Berlin alles andere als königlich.

Beim Fototermin auf dem roten Teppich vor dem Schloss Bellevue reihten sich die Staatsoberhäupter auf. Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, unterhielt sich mit Königin Silvia. Beide Damen trugen Hut und Mantel, ihre Outfits glichen sich durchaus. König Carl Gustaf war in Uniform gekommen.

Nach der betont herzlichen Begrüßung zogen sich Gauck und seine Gäste sowie seine Lebensgefährtin Daniela Schadt zu einem ersten Gespräch zurück. Dabei ging es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen auch um die Europaskepsis in Teilen der Bevölkerung und um die Bewältigung des Flüchtlingszuzugs. Beide Seiten waren sich einig, dass Europa vor großen Herausforderungen stehe, aber auch in der Lage sei, diese zu meistern. Auch der bevorstehende Papstbesuch in Schweden war Thema des gut einstündigen Gesprächs.

Als Geschenk erhielt der König von Gauck einen altkolorierten Stich von Schloss Friedenstein-Gotha und ein Faksimile der 95 Thesen, die Martin Luther 1517 an die Schlosskirche von Wittenberg angeschlagen haben soll. Carl Gustaf und Königin Silvia besuchen am Freitag die Kirche, die als eine der Keimzellen der Reformation gilt. Königin Silvia erhielt unter anderem eine CD-Box mit Opernaufnahmen Herbert von Karajans.

Am Nachmittag legte der König in der Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft - der Neuen Wache - einen Kranz nieder. Hinter der Absperrung zückten neugierige Schaulustige ihre Handys, um Fotos zu machen. Ähnlich war es auch bei der Humboldt-Box an der Baustelle des Berliner Stadtschlosses, wo das Paar rund eine halbe Stunde zu Besuch war. Bei der Abreise winkten Dutzende Leute, und Königin Silvia winkte freundlich zurück. Außerdem spazierte das Paar gemeinsam mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller durch das Brandenburger Tor. Am späten Nachmittag wurde das Königspaar von Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Für den Abend hatte der Bundespräsident zu einem feierlichen Staatsbankett geladen.

Stationen des Besuchs aus Schweden sind bis Samstag neben Berlin auch Hamburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Für das Königspaar ist es nach 1979 und 1993 der dritte Staatsbesuch in Deutschland. Königin Silvia stammt aus Heidelberg und ist seit 1976 mit Carl Gustaf verheiratet.

Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt hatten 2012 die schwedische Hauptstadt Stockholm besucht. Für den Bundespräsidenten ist es voraussichtlich der letzte Staatsbesuch als Gastgeber. Im März 2017 scheidet er nach fünf Jahren aus dem Amt.

dpa

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