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Politik Schwesigs neues „Flexi-Elterngeld“
Nachrichten Politik Schwesigs neues „Flexi-Elterngeld“
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00:00 22.03.2014
Berlin

Das Elterngeld soll attraktiver werden und einen teilweisen Verbleib im Beruf besser honorieren. Wer im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes nicht ganz aussetzt, sondern nebenbei in Teilzeit arbeitet, soll den staatlichen Lohnersatz künftig länger beziehen, also strecken können.

„Wir wollen die Elternzeit flexibler gestalten“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) bei der Vorstellung der Eckpunkte für die Reform, die in der Koalition vereinbart wurde. Der Starttermin für die zusätzliche Leistung namens Elterngeld Plus ist nach bisheriger Planung der 1. Juli 2015. Die jährlichen Mehrkosten werden mit 100 Millionen Euro beziffert. Die Eckpunkte des Gesetzes sehen eine Erhöhung der Bezugsdauer von 14 auf bis zu 28 Monate vor. Wer sich für das neue „Elterngeld Plus“ entscheidet, bekommt monatlich zwar nur maximal die Hälfte des alten Elterngelds überwiesen, aber er kann sein Teilzeiteinkommen bis zu zwei Jahre lang aufstocken. Wenn der Partner einwechselt und sich eine Zeitlang um den Nachwuchs kümmert, erhöht sich der Anspruch um vier Monate. Die 28 Monate müssen nicht am Stück genommen werden.

Unterm Strich werden Teilzeitjobber mit der neuen Regelung besser gestellt: Bei einem Verdienstausfall von beispielsweise 1100 Euro im Monat, summiert sich das alte Elterngeld (monatlich 715

Euro) für sie binnen eines Jahres auf 8580 Euro; mit „Elterngeld Plus“ (monatlich 650 Euro) kommen sie dagegen nach zwei Jahren unter gleichen Einkommensvoraussetzungen, aber neuer Berechnungsformel auf 15 600 Euro. Sie bekämen damit genauso viel Elterngeld wie Eltern, die auf Berufstätigkeit verzichten.

Das reguläre Elterngeld wird bisher maximal 14 Monate lang gezahlt. Die Höhe ist vom vorherigen Nettoverdienst abhängig. In der Regel ersetzt das Elterngeld das vorherige Einkommen zu 65 Prozent und beträgt mindestens 300 und höchstens 1800 Euro monatlich. Bereits heute dürfen Mütter oder Väter bis zu 30 Stunden in der Woche Teilzeit arbeiten. In diesen Fällen orientiert sich das Elterngeld nicht am Nettoeinkommen vor der Geburt, sondern an der Höhe des Einkommensverzichts.

Verbesserungen kündigte Schwesig auch bei Mehrlingsgeburten an. Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts, das am Beispiel von Zwillingen zwei Elterngeldansprüche anmahnte. Auch die dreijährige Elternzeit wird flexibilisiert. Eltern sollen einen Zeitraum von zwei Jahren auf Antrag beim Arbeitgeber später in Anspruch nehmen können — bis zum 8. Lebensjahr des Kindes.



Gabi Stief

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