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Seehofer kann sich weitere Amtszeit nach 2018 vorstellen

Klarheit bis 6. Mai Seehofer kann sich weitere Amtszeit nach 2018 vorstellen

CSU-Chef Horst Seehofer (67) will möglicherweise nun doch auch über die bayerische Landtagswahl 2018 hinaus Parteichef und Ministerpräsident bleiben.

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Doch noch nicht amtsmüde: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Quelle: Tobias Hase/archiv

München. CSU-Chef Horst Seehofer (67) will möglicherweise nun doch auch über die bayerische Landtagswahl 2018 hinaus Parteichef und Ministerpräsident bleiben. „Darüber führe ich gerade Gespräche in meiner Partei, auch mit meinen Amtsvorgängern“, sagte Seehofer dem „Spiegel“ (Samstag).

Eine Entscheidung habe er noch nicht getroffen. „Am 6. Mai werden wir unsere Bundestagsliste aufstellen. Bis dahin will ich in dieser Frage Klarheit schaffen.“

Bislang hatte Seehofer öffentlich immer erklärt, nach der Landtagswahl 2018 aus der Politik ausscheiden zu wollen. Zwischenzeitlich hatte er sogar erwogen, das Amt des Parteichefs bereits in diesem Jahr abzugeben.

Der Nachfolger müsse aber - so Seehofers Bedingung - im Falle einer erfolgreichen Bundestagswahl für die CSU einen Ministerposten im künftigen Regierungskabinett haben. Diese Trennung der Ämter sei aber nur nötig, wenn er sie selbst nicht weiter innehätte. „Ich glaube, ich habe jetzt mehr als acht Jahre gezeigt, dass ich nicht persönlich in Berlin sitzen muss, um dort wirkmächtig zu sein.“

Trotz schlechter Umfragewerte für die Union und dem Höhenflug der SPD spürt Seehofer nach eigenen Angaben noch keine Wechselstimmung in Deutschland. „Ich glaube, es ist noch nicht so weit, aber wir müssen aufpassen, dass es nicht so weit kommt“, sagte Seehofer dem „Spiegel“.

Der aktuelle Aufschwung bei der SPD habe weniger mit dem offiziell beigelegten Dauerstreit zwischen CDU und CSU zu tun, als mit einer Aufbruchstimmung, da die Partei in der Zeit von SPD-Chef Sigmar Gabriel „Woche für Woche demütigende Wahlumfragen“ lesen musste. „Da liegt es auf der Hand, dass ein neuer Kanzlerkandidat zunächst einmal Aufbruchstimmung auslöst.“

Gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz habe er kürzlich einen fairen Bundestagswahlkampf vereinbart. Persönliche Angriffe gegen Schulz seien „völlig falsch“, die Union werde nur die politische Haltung angreifen.

dpa

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