Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 10 ° heiter

Navigation:
Staatsdiener legen Athen lahm

Athen Staatsdiener legen Athen lahm

Großstreik im Land. 14 000 Menschen im öffentlichen Dienst sollen gehen.

Voriger Artikel
Kreise: Förderung griechischer Wachstums-Bank geplant
Nächster Artikel
Friedrich informiert Innenausschuss über Erkenntnisse in Spähaffäre

Generalstreik: Staatsdiener kämpfen um ihre Jobs.

Quelle: dpa

Athen. Die Spirale der Verzweiflung hat für viele Griechen kein Ende. Auch bei 27 Prozent Arbeitslosigkeit bestehen die internationalen Geldgeber darauf, dass die Regierung in Athen weitere 15 000 Staatsbedienstete bis Ende 2014 entlässt. 4000 müssen bereits bis zum Jahresende gehen. Nur so darf das Euro-Krisenland auf die Auszahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bis Ende Juli hoffen.

Die Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras hatte in den vergangenen zwölf Monaten gezögert, die „Heilige Kuh“ der Unkündbarkeit von Staatsbediensteten zu schlachten. Doch nun scheint die Staatsführung wie wild um sich zu greifen und die erstbesten Staatsdiener zu entlassen. Als erste sind Lehrer, Hausmeister und Reinigungskräfte in Schulen sowie Angestellte der Kommunen dran.

Heute soll das Parlament die Entscheidung treffen. Es ist eine schmerzhafte Aufgabe für die Abgeordneten. Denn jetzt geht es nicht mehr um die 1,3 Millionen „anonymen“ Griechen des privaten Bereichs, die seit 2009 ihren Job verloren haben. Jetzt betrifft es die Vettern oder die eigenen Frauen und Männer, die Politiker der beiden Regierungsparteien in den vergangenen Jahrzehnten eingestellt hatten. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist: Tausende weitere Familien werden ohne ein Einkommen dastehen. Noch weniger Geld auf dem Markt bedeutet noch mehr geschlossene Geschäfte und noch mehr Arbeitslose im Land.

Die Regierung hatte eigentlich versucht, das Personal sanft abzubauen. 2009 wurde das System eingeführt, wonach für fünf Beamte bei Erreichen des Rentenalters nur ein neuer eingestellt wird. Doch die sanfte Methode reicht nicht.

 

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr