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Nachrichten Politik Ströbele soll Gauland als Alterspräsident verhindern
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19:52 27.11.2016
Der Grüne-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele wollte eigentlich nicht wieder antreten, soll aber nun durch eine erneute Kandidatur AfD-Politiker Gauland als Alterspräsidenten verhindern. Quelle: Kay Nietfeld
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Berlin

Der Grünen-Politikveteran Hans-Christian Ströbele (77) wird von Parteifreunden zur erneuten Bundestags-Kandidatur aufgefordert - auch um einen AfD-Politiker als Alterspräsidenten zu verhindern.

„Einzelne Leute sind an mich herangetreten“, sagte Ströbele der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet.

Nicht nur bei den Grünen herrscht die Sorge, dass die AfD bei einem allgemein erwarteten Einzug in den Bundestag mit dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Alexander Gauland (75) den Alterspräsidenten stellen könnte.

Aus Sicht des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner besteht für die etablierten Parteien allerdings kein Grund zur Beunruhigung. „Herr Ströbele muss sich nicht genötigt fühlen. Mit Hermann Otto Solms von der FDP ist sichergestellt, dass eine seriöse Persönlichkeit Alterspräsident wird“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Den 76-Jährigen „muss man auch gar nicht zur Kandidatur bitten und drängen, er hat unverändert Feuer“.

Dafür muss die FDP aber erst den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. In Umfragen liegen die Liberalen im Schnitt knapp über der Fünf-Prozent-Hürde, während die AfD auf zehn Prozent und mehr kommt.

Ströbele teilte mit, seine Entscheidung stehe noch nicht fest, werde aber in den kommenden Wochen gefällt. Er beziehe alles in seine Entscheidung ein, sagte der Grünen-Politiker, der seit 1998 im Bundestag sitzt. 2013 holte er zum vierten Mal ein Direktmandat.

Zum Alterspräsidenten wird das älteste Mitglied des Bundestages ernannt. Der Alterspräsident hat mehrere spezielle Rechte, zum Beispiel eröffnet er die erste Sitzung des Bundestags nach der Wahl. Der amtierende Alterspräsident, der CDU-Politiker Heinz Riesenhuber (80), hatte erklärt, nicht erneut zu kandidieren.

dpa

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