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Politik Taliban greifen Hotel in Kabul an: 13 Tote
Nachrichten Politik Taliban greifen Hotel in Kabul an: 13 Tote
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00:00 22.03.2014

Zweieinhalb Wochen vor der Präsidentenwahl in Afghanistan hat ein Taliban-Selbstmordkommando das einzige Luxushotel in der Hauptstadt Kabul angegriffen und neun Zivilisten getötet. Die vier Angreifer, bei denen es sich dem Anschein nach um Jugendliche gehandelt habe, seien von Sicherheitskräften erschossen worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Bei den am Donnerstagabend im Restaurant des Serena-Hotels getöteten Zivilisten handelte es sich um fünf Afghanen und vier Ausländer — je einer aus Paraguay und Kanada sowie zwei aus Bangladesch. Der afghanische Journalist Sardar Ahmad, der seit 2003 für die französische Nachrichtenagentur AFP arbeitete, wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau und zwei seiner Kinder erschossen, wie AFP und die Behörden berichteten. Die Tochter war nach Angaben von Familienfreunden fünf, der Sohn drei Jahre alt. Ahmads drittes Kind — ein eineinhalb Jahre alter Junge — überlebte schwer verletzt mit einem Kopfschuss. AFP nannte den Tod ihres Mitarbeiters Ahmad „eine unaussprechliche Tragödie“. Insgesamt seien bei dem Überfall vier Menschen verwundet worden.

Die Taliban begründeten den Angriff damit, dass afghanische Regierungsvertreter im Hotelrestaurant mit Alkohol das bevorstehende afghanische neue Jahr gefeiert hätten, das gestern begann.

Das schwer gesicherte Serena-Hotel serviert allerdings gemäß den islamischen Gesetzen Afghanistans gar keinen Alkohol.

Der Sprecher sagte, möglicherweise hätten die vier Angreifer ihre Waffen in Socken und Schuhen an den Sicherheitskontrollen vorbeigeschmuggelt. Sie hätten sich als Gäste ausgegeben. Am Donnerstagabend hatten sich zahlreiche Afghanen in dem Restaurant versammelt, um das bevorstehende neue Jahr zu feiern.

In dem ausgebuchten Hotel sind derzeit viele Ausländer untergebracht, darunter Wahlbeobachter, UN-Mitarbeiter und Diplomaten. Bei einem Taliban-Angriff auf das Serena-Hotel waren 2008 bereits sechs Zivilisten getötet worden.

Bei einem Anschlag der Taliban auf ein bei ausländischen Diplomaten beliebtes und stark gesichertes Restaurant in Kabul waren am 17. Januar in Kabul mehr als 20 Menschen gestorben.



OZ

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