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Tebartz-van Elst verteidigt sich

Köln/Limburg Tebartz-van Elst verteidigt sich

Beurlaubter Bischof weist Mitverantwortung seinem Generalvikar zu.

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Beurlaubt: Tebartz-van Elst

Köln. Der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zeigt nach Ansicht des katholischen Kirchenrechtlers Thomas Schüller weiterhin keine Einsicht in sein Handeln. Seine jüngste Stellungnahme zum Prüfbericht zu den Vorgängen in Limburg „zeigt ja noch mal das mangelnde Bewusstsein in seine Taten“, sagte gestern der Direktor des Instituts für Kanonisches Recht an der Universität Münster. Schüller war von 1993 bis 2009 Kirchenrechtler im Bistum Limburg gewesen. Tebartz-van Elst habe in seinem Bischofsamt „autokratisch regiert“, fügte Schüller außerdem hinzu. Das sei typisch für sein Amtsverständnis gewesen. Er habe geglaubt, sich als Bischof an keine Spielregeln mehr halten zu müssen.

Schüller: „Das ist fatal geworden, als es um das Geld ging.“ Am Abend zuvor hatte Tebartz-van Elst in einer Erklärung die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Er schrieb demnach einen Teil der Verantwortung dem früheren Generalvikar Franz Kaspar zu. Unter anderem wies Tebartz-van Elst die Darstellung zurück, dass ihm beim Besuch des vom Vatikan entsandten Kardinals Giovanni Lajolo im September 2013 die tatsächlichen Kosten bekannt waren. Die „differenzierte Gesamtsummenrechnung“ habe ihm da nicht vorgelegen, so der Bischof. Außerdem sei er „als Bischof weder ein Finanz- noch ein Baufachmann“.

Nach heftiger öffentlicher Kritik an den explodierenden Baukosten für seine Residenz war Tebartz-van Elst bereits im Oktober vom Papst beurlaubt worden. Am Mittwoch hatte der Vatikan dann einen Schlussstrich unter die Affäre in Limburg gezogen. Papst Franziskus nahm den nach Vatikan- Angaben zufolge schon im Oktober vorigen Jahres angebotenen Rücktritt des 54-Jährigen an.

Priester des Bistums Limburg reagierten erleichtert auf den Rücktritt und das Ende der „Hängepartie“. Zum Apostolischen Administrator des Bistums Limburg wurde der derzeitige Paderborner Weihbischof Manfred Grothe (74) ernannt. Der Beschluss des Papstes zur Entschärfung der Situation im Bistum Limburg mit rund 650 000 Katholiken wurde allgemein als kluge Entscheidung begrüßt.

Tebartz-van Elsts Zukunft könnte sich heute entscheiden: Der freigestellte Bischof soll heute von Papst Franziskus in Rom empfangen werden.

 



OZ

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