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Politik Tod Khashoggis war laut saudischen Behörden geplant
Nachrichten Politik Tod Khashoggis war laut saudischen Behörden geplant
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14:33 25.10.2018
Der Journalist Khashoggi betritt die saudische Botschaft in Istanbul Quelle: AP
Riad

Die Verdächtigen in der Khashoggi-Affäre haben die Tötung des saudischen Journalisten nach Einschätzung der Behörden in Riad vorab geplant. Die türkischen Ermittler hätten entsprechende Informationen übergeben, teilte die Generalstaatsanwalt des Königreichs am Donnerstag mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.

Damit weicht Saudi-Arabien von seiner bisherigen Linie in der Affäre ab. Bislang hatte das Königreich erklärt, der Journalist Jamal Khashoggi sei im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens versehentlich bei einer Schlägerei ums Leben gekommen. An dieser Version gab es jedoch erhebliche Zweifel. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach in dieser Woche von einem „brutalen Mord“.

Saudi-Arabien hatte erst nach massivem internationalem Druck zugegeben, dass der Regierungskritiker Khashoggi am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat getötet worden war, als er dort Papiere für seine Hochzeit abholen wollte. Die Behörden nahmen 18 Verdächtige fest.

CIA-Direktorin soll inzwischen Aufnahmen zum Mord gehört haben

Mehrere Spuren weisen darauf hin, dass auch Personen aus dem näheren Umfeld des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in den Fall verwickelt sind. Saudi-Arabien weist das zurück. Der 33 Jahre alte Thronfolger hatte die Tat am Mittwoch als „abscheulichen Vorfall“ verurteilt, der nicht zu rechtfertigen sei.

Wochenlang hatten türkische Regierungsmitarbeiter anonym fast täglich neue Details aus den angeblichen Aufnahmen an türkische und US-Medien weitergegeben. Demnach war Khashoggi von einem 15-köpfigen, eigens für die Tat aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando gefoltert und ermordet worden.

Die Bänder selbst machte die türkische Regierung jedoch nicht öffentlich. Es blieb auch unklar, wie sie die Aufnahmen bekommen haben könnte. Regelmäßig taucht die Vermutung auf, dass die Türkei das Konsulat mit Abhörgeräten ausspioniert hat. Inzwischen soll aber zumindest die CIA-Chefin die Audioaufnahmen gehört haben, wie die „Washington Post“ berichtet.

Von RND/dpa

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