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Nachrichten Politik Trump lässt Handelskonflikt mit der EU wieder aufflammen
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17:32 31.08.2018
US-Präsident Donald Trump zeigt Härte im Handelskonflikt. Quelle: Evan Vucci/dpa
Washington

Mit der Atempause im Handelsstreit ist es vorbei. Donald Trump erteilt den bisherigen Angeboten aus Brüssel eine klare Absage und wirft der EU vor, sich fast so schlimm wie China zu verhalten.

Der US-Präsident schoss die Breitseite gegen die engsten Verbündeten Amerikas eher im Vorbeigehen ab: Am Rande eines Interviews mit der Finanznachrichtenagentur Bloomberg beklagte sich Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) über mangelhafte Zugeständnisse aus Europa, blieb in seinen Aussagen zugleich aber schwammig: „Die europäischen Verbraucher kaufen ihre Autos, nicht unsere.“

Das jüngste Angebot der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, die Zölle auf Autos auf Null zu senken, wenn die US-Behörden ihrerseits die Zölle abschaffen, wischte der Chef des Weißen Hauses kurzerhand vom Tisch: „Das ist nicht gut genug.“

Mit seinen eher beiläufig dahingeworfenen Aussagen bleibt Trump im Vagen, sendet aber zugleich eine deutliche Botschaft an seine Anhänger. Wie es in der Regierungszentrale heißt, werde der Präsident unmittelbar nach den Zwischenwahlen im November einen neuen Anlauf nehmen, die transatlantischen Handelsbeziehungen in seinem Sinne zu ordnen. Ob ihm das gelingt, bleibt offen.

EU zahlt der USA Strafmaßnahmen zurück

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will sich von den jüngsten Attacken aus dem Weißen Haus jedenfalls nicht irritieren lassen. Im ZDF stellte Juncker am Freitag klar: Sollten die USA Autozölle erheben, würden die EU die Strafmaßnahmen mit gleicher Münze zurückzahlen. Zugleich bemühte sich Juncker aber auch um beschwichtigende Worte: Ein „Waffenstillstand“ sei manchmal in Gefahr, er werde aber eingehalten.

Der EU-Kommissionschef hatte sich Ende Juli in Washington mit Trump auf neue Verhandlungen geeinigt - und festgelegt, dass während der Verhandlungsphase keine neuen Zölle erhoben werden.

Tatsächlich haben sich die Handelsströme seit den Verhandlungen vor fünf Wochen bereits spürbar verändert. So importieren die Europäer mittlerweile deutlich mehr Soja aus den Vereinigten Staaten. Der verstärkte Ankauf folgt allerdings - zum Teil - einer Kettenreaktion: Seit dem Beginn des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits liefert Brasilien mehr Soja nach China, anstatt in die EU. Die Amerikaner wiederum füllen die Lücke, die die Brasilianer hinterlassen. Diese Entwicklung dürfte sich zudem durch die Folgen der diesjährigen Dürre verstärken: Viele Landwirte benötigen die Sojabohnen als Futtermittel für ihre Milchkühe.

Von Stefan Koch/RND

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