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Politik Türkei soll CIA Aufnahme vom Khashoggi-Mord vorgespielt haben
Nachrichten Politik Türkei soll CIA Aufnahme vom Khashoggi-Mord vorgespielt haben
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12:38 25.10.2018
Der Screenshot eines Videos, den die türkische Zeitung „Hurriyet“ zur Verfügung gestellt hat, soll Khashoggi beim Betreten der Botschaft in Istanbul zeigen. Quelle: CCTV/Hurriyet/AP
Istanbul

Die türkische Regierung hat CIA-Direktorin Gina Haspel während ihres Türkei-Besuchs offenbar die Audioaufnahmen vom Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorgespielt. Das berichtete die „Washington Post“ in der Nacht zu Donnerstag unter Berufung auf nicht genannte Quellen.

In dem Artikel hieß es, „eine Person, die das Band kennt, sagte, es sei überzeugend und könnte den Druck auf die USA erhöhen, Saudi-Arabien für den Tod von Khashoggi zur Rechenschaft zu ziehen.“ Haspel war am Dienstag in der Türkei angekommen, nach wachsenden Zweifeln in der US-Regierung an den Unschuldsbekundungen des saudischen Königshauses. Die Türkei hatte die angeblichen Aufnahmen bisher streng geheim gehalten.

Saudi-Arabien hatte erst nach massivem internationalem Druck zugegeben, dass der Regierungskritiker Khashoggi am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat getötet worden war, als er dort Papiere für seine Hochzeit abholen wollte. Riad besteht jedoch darauf, dass der Journalist versehentlich bei einer Schlägerei starb. An der saudischen Version gibt es jedoch große Zweifel.

Woher stammen die Aufnahmen?

Wochenlang hatten türkische Regierungsmitarbeiter anonym fast täglich neue Details aus den angeblichen Aufnahmen an türkische und US-Medien weitergegeben. Demnach war Khashoggi von einem 15-köpfigen, eigens für die Tat aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando gefoltert und ermordet worden. Die Bänder selbst machte die türkische Regierung jedoch nicht öffentlich.

Es blieb auch unklar, wie sie die Aufnahmen bekommen haben könnte. Regelmäßig taucht die Vermutung auf, dass die Türkei das Konsulat mit Abhörgeräten ausspioniert hat.

Am Vortag hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erneut betont, sein Land werde dafür sorgen, dass der „Mord“ nicht verschleiert werde.

Von RND/dpa