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Nachrichten Politik UN-Mitarbeiter in Duma beschossen
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22:57 18.04.2018
Bei einer Erkundungsfahrt durch Duma sind Mitarbeiter der UN angegriffen worden. Quelle: dpa
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Den Haag/Duma

Der Angriff ereignete sich am Dienstag. Wie der Generaldirektor der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW), Ahmet Üzümcü, am Mittwoch in Den Haag mitteilte, sei dabei auch ein Sprengsatz detoniert. Das UN-Team sollte die Lage in Duma erkunden, bevor dort Experten der OPCW ihre Untersuchung zu dem möglichen Giftgasangriff am 7. April aufnehmen.

„Zurzeit wissen wir nicht, wann das Expertenteam nach Duma geschickt werden kann“, sagte Üzümcü. Dies werde er nur dann in Erwägung ziehen, wenn aus Sicht der UN die Sicherheit gewährleistet sei und das OPCW-Team „ungehinderten Zugang“ zum mutmaßlichen Angriffsort bekomme. Wer für den Angriff verantwortlich ist, ist unklar.

Team kehrt nach Damaskus zurück

Die UN-Sicherheitsexperten hatten zwei Orte in Duma besucht, erklärte Üzümcü. Am zweiten Ort sei es unter Beschuss gekommen und ein Sprengsatz sei explodiert. Das Team sei nach Damaskus zurück gekehrt. Die UN-Sicherheitsexperten würden gemeinsam mit den syrischen und russischen Einheiten die Sicherheitslage prüfen. Das Gebiet steht inzwischen unter Kontrolle der syrischen Regierung und seines Verbündeten Russland.

Die USA äußerten die Sorge, dass die OPCW-Experten hingehalten werden sollten, um Beweise verschwinden zu lassen. Auch Üzümcü hatte am Montag Syrien und Russland beschuldigt, die Mission seiner Organisation zu blockieren.

Die Vereinten Nationen zweifeln derweil, dass die OPCW-Mission bald beginnen kann. Es seien noch weitere Schritte nötig, um den Ort des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs der syrischen Regierung abzusichern, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Mittwoch.

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Westliche Staaten machen die syrische Regierung für den mutmaßlichen Giftgasangriff am 7. April verantwortlich. Nach Angaben der syrischen Zivilschutzorganisation Weißhelme wurden bei der Attacke mehr als 40 Menschen getötet. Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten mit dem Gasangriff ihre Luftattacke auf Giftgaseinrichtungen in Syrien gerechtfertigt. Dabei waren am Samstag mehr als 100 Marschflugkörper eingesetzt worden.

Von RND/dpa/AP

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