Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
US-Gesundheitsminister verliert nach Privatjet-Affäre Amt

In Ungnade gefallen US-Gesundheitsminister verliert nach Privatjet-Affäre Amt

Donald Trump verliert nach Sicherheitsberater, Pressesprecher und Stabschef nun auch seinen Gesundheitsminister: Tom Price stolpert über teure Flüge mit Privatjets.

Voriger Artikel
SPD und AfD buhlen um die Linken
Nächster Artikel
USA ziehen Diplomaten aus Kuba ab

Price hatte vor seiner Amtsaufgabe noch versucht, seinen Posten zu retten und angekündigt, er wolle die Kosten für seinen Teil der Flüge aus eigener Tasche erstatten.

Quelle: Carolyn Kaster

Washington. US-Gesundheitsminister Tom Price gibt sein Amt auf. Präsident Donald Trump habe das Angebot von Price, das Amt niederzulegen, akzeptiert, teilte das Weiße Haus mit. „Ich bin enttäuscht von ihm“, sagte Trump selbst.

Price war in Ungnade gefallen, nachdem er teure Dienstreisen mit Privatjets auf Kosten der Steuerzahler unternommen hatte. Trump hatte das Verhalten seines Gesundheitsministers in den vergangenen Tagen öffentlich kritisiert.

Die Opposition hofft nun auch auf eine Wende in der Gesundheitspolitik. Der demokratische Senats-Fraktionschef Charles Schumer sagte, er hoffe auf den nächsten Gesundheitsminister. Price gilt als Kritiker der von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführten Gesundheitsversorgung („Obamacare“). „Die Mission des neuen Ministers sollte sein, den Amerikanern Gesundheitsvorsorge zu geben, nicht, sie ihnen wegzunehmen“, sagte Schumer am Freitag.

Price ist der erste Minister aus dem Kabinett Trump, der sich aus der Regierung verabschiedet. Zuvor hatte Heimatschutzminister John Kelly seinen Posten geräumt, war aber als Stabschef Trumps ins Weiße Haus aufgerückt. Der wegen unerlaubter Russland-Kontakte in Ungnade gefallene Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn war Teil des Kabinetts, aber nicht im Ministerrang. Zudem hatte Trump mit Stabschef Reince Priebus und Sprecher Sean Spicer prominente Persönlichkeiten aus seinem Umfeld verloren.

Price hatte tags zuvor noch versucht, seinen Posten zu retten und angekündigt, er wolle die Kosten für seinen Teil der Flüge aus eigener Tasche erstatten. „Die Steuerzahler werden keinen Groschen für meinen Sitzplatz in diesen Flugzeugen zahlen“, hatte er erklärt. Er hatte zudem beteuert, künftig auf Dienstreisen in Privatjets zu verzichten.

Ein Sprecher sagte dem Sender NPR, dass sich die Kosten für den Sitzplatz des Ministers auf 51 887 US-Dollar (rund 44 000 Euro) beliefen. Die Beträge für seine Mitarbeiter und andere übernimmt der 62-Jährige demnach nicht. Das Magazin „Politico“ hatte enthüllt, dass Price mehrfach Flugzeuge gechartert hatte, die Kosten belaufen sich demnach insgesamt auf über 400 000 US-Dollar.

Ein Sprecher des Ministers hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe erklärt, es sei angesichts des Terminplans nicht immer möglich, Linienflüge zu nutzen oder anders zu reisen. Price selbst betonte am Donnerstag erneut, die Flüge seien von der Rechtsabteilung genehmigt worden. Das Gesundheitsministerium will in einer internen Untersuchung klären, ob er gegen Vorschriften für Regierungsvertreter verstoßen hat.

Auch Reisen von anderen Mitgliedern aus Trumps Kabinett haben Fragen aufgeworfen. Der Direktor der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, nutzte ebenfalls in einem Fall ein Charterflugzeug für eine Dienstreise. Finanzminister Steven Mnuchin geriet vor einigen Wochen in die Kritik, weil er am Tag der totalen Sonnenfinsternis zusammen mit seiner Frau mit einem Regierungsflieger nach Kentucky gereist war. Offizieller Anlass war eine Besichtigung der US-Goldreserven in Fort Knox. Eine Bürgerinitiative warf Mnuchin aber vor, er habe in Wirklichkeit nur die Sonnenfinsternis verfolgen wollen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
US-Einreisebestimmungen
US-Präsident Donald Trump hat neue Einreise-Restriktionen bekannt gegeben.

Donald Trumps Einreisebeschränkungen für sechs mehrheitlich muslimische Länder waren höchst umstritten. Jetzt verfügt er neue Restriktionen für acht Staaten.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr