Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik US-Präsidenten im Visier von Sonderermittlern
Nachrichten Politik US-Präsidenten im Visier von Sonderermittlern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:22 15.06.2017
Auch US-Präsident Richard M. Nixon, hier mit Henry Kissinger, hatte einen Sonderermittler im Nacken. Letztlich kostete der ihn sein Amt. Quelle: CNP/Consolidated
Anzeige
Washington

Dass sich ein Sonderermittler den Präsidenten der Vereinigten Staaten vornimmt, ist in der Geschichte der USA kein Novum. Ermittler brachten bereits zwei von Donald Trumps Amtsvorgängern in Bedrängnis:

BILL CLINTON: Eine Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky brachte den demokratischen US-Präsidenten Bill Clinton 1999 an den Rand der Amtsenthebung. Zunächst leugnete Clinton das Verhältnis unter Eid, erst als die Beweise erdrückend wurden, gab er die Affäre zu. Sonderermittler Kenneth Starr leitete dem Kongress einen 445 Seiten starken Untersuchungsbericht zu. Der Demokrat Clinton musste sich einem von den Republikanern initiierten Amtsenthebungsverfahren stellen. Der Senat sprach ihn jedoch von den Vorwürfen des Meineides und der Behinderung der Justiz frei, Clinton blieb im Amt.

RICHARD NIXON: Im Wahlkampf 1972 brachten Einbrecher im Hauptquartier der Demokraten Abhöranlagen an. Die Spur führte zum Wahlkampfteam der Republikaner und ins Weiße Haus. Um die Affäre zu vertuschen, forderte Nixon seinen Justizminister Elliot Richardson auf, Watergate-Sonderermittler Archibald Cox zu entlassen. Der hatte die Herausgabe belastender Telefonmitschnitte des Präsidentenbüros gefordert. Richardson aber trat aus Protest zurück. Schließlich setzte der höchste Anwalt der Regierung (Solicitor General) Cox' Entlassung durch. Nixon musste die Mitschnitte dennoch herausgeben, mit seinem Rücktritt 1974 kam er der Amtsenthebung zuvor.

dpa

Mehr zum Thema

In der Russland-Affäre in den USA wird nun offenbar auch gegen US-Präsident Donald Trump ermittelt.

15.06.2017

Wende in der Russland-Affäre in den USA: Jetzt wird einem Zeitungsbericht zufolge auch gegen US-Präsident Donald Trump ermittelt.

15.06.2017

Die Russland-Affäre in den USA nimmt eine beachtenswerte Wende: Sonderermittler Robert Mueller beschäftigt sich nun mit US-Präsident Donald Trump persönlich. Er könnte die Justiz behindert haben.

15.06.2017

Es gibt wichtigere Dinge als ein Facebook-Auftritt des Bundespräsidenten, findet Dieter Wonka, Hauptstadt-Korrespondent des RND, in seinem Kommentar.

15.06.2017

Sie lehnen den deutschen Staat ab, einige arbeiten aber für ihn: Es gibt 50 Verdachtsfälle von Reichsbürgern im öffentlichen Dienst. Die tatsächliche Zahl soll aber höher liegen.

15.06.2017

An seinem 71. Geburtstag wird Trump eine Aufmerksamkeit zuteil, die ihn lange begleiten wird. Sonderermittler Robert Mueller, der Akribische, soll den US-Präsidenten selbst ins Visier genommen haben. Der Vorwurf: mögliche Behinderung der Justiz.

15.06.2017
Anzeige