Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Vorerst keine Grenzkontrollen am Brenner

Brenner Vorerst keine Grenzkontrollen am Brenner

Die Aufregung um eventuell bevorstehende Grenzkontrollen am Brenner war groß. Italien und Österreich beharkten sich fast täglich. Jetzt ist der Streit zunächst beigelegt.

Brenner. Gute Nachricht für alle Italien-Reisenden: Am Brenner gibt es bis auf weiteres keine Grenzkontrollen. Das haben der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und sein italienischer Amtskollege Angelino Alfano bei einem Ortstermin mitgeteilt.

Wegen der Flüchtlingskrise hatte Österreich erwogen, seine Grenzkontrollen auch auf den wichtigen Alpenpass auszudehnen. Italien hatte dies massiv kritisiert, aber zugleich seine eigenen Kontrollen verschärft. Das hat die Lage entspannt.

Nach den Worten von Sobotka geht inzwischen die Zahl der Migranten, die am Brenner die Einreise nach Österreich versuchen, gegen Null. „Wir können klar feststellen, dass es nicht länger möglich ist, als illegaler Migrant die Grenze zu passieren.“

Die österreichische Regierung hatte in den vergangenen Wochen erste Vorkehrungen für Kontrollen an dem Grenzübergang getroffen, um „lageabhängig“ auf die Entwicklung reagieren zu können. Dabei wurde auch ein Grenzzaun in Erwägung gezogen.

Alfano betonte nun, dass Italien seinerseits dafür sorge, dass Flüchtlinge die Grenze nicht überquerten. „Wenn Migranten denken, sie könnten hier passieren, war das eine vergebliche Anstrengung“, sagte der Innenminister. Sie würden von den italienischen Behörden zu anderen Orten gebracht, wo sie um Asyl nachsuchen könnten. Dazu werde Italien zusätzlich 50 Polizisten und 60 Soldaten am Brenner postieren.

Nach der Schließung der Balkanroute wird erwartet, dass in den nächsten Monaten viele Migranten versuchen, via Italien nach Österreich oder Deutschland zu gelangen. Bisher ist die Situation aber entspannter als 2015. In Italien liegt die Zahl der über das Mittelmeer angereisten Migranten fast 14 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nürnberg/Berlin

Mittlerweile kommen deutlich weniger Flüchtlinge in Deutschland an. Die Probleme beim Bundesamt für Migration sind damit aber noch keineswegs gelöst. Die Zahl der Altfälle steigt weiter. Doch Behördenchef Weise sieht auch Fortschritte.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.