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Politik Was Merkel von Putin in Sachen Ukraine-Krise fordert
Nachrichten Politik Was Merkel von Putin in Sachen Ukraine-Krise fordert
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18:44 01.12.2018
Wladimir Putin und Angela Merkel beim G20-Gipfel. Quelle: dpa
Buenos Aires

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Vermittlungsversuch Deutschlands und Frankreichs in dem russisch-ukrainischen Konflikt im Asowschen Meer vorgeschlagen. Sie habe ein Treffen auf Beraterebene im sogenannten Normandie-Format angeregt, dem Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine angehören. „Das ist auch zustimmend zur Kenntnis genommen worden“, sagte Merkel am Samstag nach dem Gespräch am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires.

Mit Beratern seien die außen- und sicherheitspolitischen Berater der Staats- und Regierungschefs gemeint, hieß es aus der deutschen Delegation. Am Montag hatten sich bereits die politischen Direktoren der vier Außenministerien mit dem Zwischenfall im Asowschen Meer befasst. An einer Meerenge vor der Küste der von Russland annektierten Halbinsel Krim hatte die russische Küstenwache kurz zuvor drei ukrainische Schiffe festgesetzt und Matrosen festgenommen.

Was Merkel für die Ukraine fordert

Merkel betonte, dass der freie Schiffsverkehr durch das Asowsche Meer erhalten bleiben müsse. Dazu gebe es eine Vereinbarung von 2003. „Diese Grundlage muss Russland einhalten.“

Die USA und die Ukraine hatten Deutschland zur Vermittlung in dem Konflikt aufgerufen. Russland hatte das bisher abgelehnt. Deutschland versucht seit der Annexion der ukrainischen Krim durch Russland 2014 zusammen mit Frankreich, in dem Konflikt zu vermitteln. Im Normandie-Format beraten die vier Staaten normalerweise über eine Umsetzung des Minsker Friedensabkommens für die Ostukraine, wo sich seit mehr als vier Jahren russische Separatisten und Regierungstruppen bekämpfen.

Von RND/dpa