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Wer würde wie stark entlastet von der großen Koalition?

Hintergrund Wer würde wie stark entlastet von der großen Koalition?

Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen können im Falle einer erneuten großen Koalition pro Jahr mit Entlastungen im dreistelligen Bereich rechnen.

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Wenn es zu einer Neuauflage der großen Koalition kommt, können Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen mit Entlastungen im dreistelligen Bereich rechnen.

Quelle: Jens Büttner

Berlin. Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen können im Falle einer erneuten großen Koalition pro Jahr mit Entlastungen im dreistelligen Bereich rechnen.

Alleinstehende mit einem Brutto-Jahresgehalt von 30.000 Euro hätten damit 384 Euro mehr in der Tasche, wie der Ökonom Tobias Hentze vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ausgerechnet hat. Davon würden 198 Euro auf die weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags entfallen - die aber erst 2021 wirksam wird. Bis zu einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro steigt die Entlastung auf 1025 Euro, bei einem Brutto-Einkommen von 100.000 Euro liegt der Wert noch bei 400 Euro.

CDU, CSU und SPD haben sich in den Koalitionsgesprächen nach bisherigen Erkenntnissen auf eine Beitragssenkung für die Arbeitslosenversicherung von 0,3 Prozentpunkten und die paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geeinigt. Hinzu kommen eine Kindergelderhöhung von 25 Euro pro Monat und ein Baukindergeld.

Stärker entlastet würden Familien. Bei einem Alleinverdiener-Haushalt mit zwei Kindern und einem Brutto-Jahreseinkommen von 30.000 Euro läge die Entlastung bei 789 Euro, bei einem Einkommen von 100.000 Euro bei 1843 Euro. Beim Erwerb einer Immobilie kämen noch 2400 Euro Baukindergeld hinzu.

dpa

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