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Widersprüchliche Berichte über Trumps Wahl eines Vize

New York Widersprüchliche Berichte über Trumps Wahl eines Vize

Die Auswahl eines Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten ist für Trump sehr wichtig. Spekulationen hat er selber ordentlich angeheizt. Nun wurde ein Name genannt - aber dann wieder nicht.

New York. Die Entscheidung eines Kandidaten für Donald Trumps Vizepräsidenten ist nach wie vor offen. Zwar verdichteten sich am Donnerstag Hinweise, dass Donald Trump sich für Gouverneur Mike Pence als seinen Vizepräsidentschaftskandidaten entschieden hat.

Das berichteten US-Medien unter Berufung auf nicht namentlich genannte Republikaner aus Trumps Umfeld.

Trumps Sohn Donald Jr. sagte aber zu MSNBC, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Auch Pence' Kampagnenmanager sagte zu CNN, es gebe noch keine Entscheidung.

Die Zeitung „Indianapolis Star“ und andere berichteten, der 57-Jährige werde Trumps Stellvertreter und steige dafür aus dem Rennen um die Wiederwahl zum Gouverneur aus. Andere Medien berichteten in der Frage des Vize von einem Zerwürfnis in Trumps innerstem Kreis, nur wenige Tage vor Beginn der „National Convention“ der Partei in Cleveland. Dort sollen Trump und sein Vize offiziell von den Republikanern auf den Schild gehoben werden.

Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort schrieb zeitgleich zu den ersten Berichten, Trump werde in der „nahen Zukunft“ eine Entscheidung treffen. Das Ergebnis solle am Freitag bekannt gegeben werden.

Trump hatte die Spekulationen über seinen Vizekandidaten in den vergangenen Tagen immer wieder angeheizt. Neben Pence sollen zuletzt Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, und Newt Gingrich, der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, auf seiner Liste gestanden haben.

Die Wahl eines geeigneten Stellvertreters ist sehr wichtig für den 70-Jährigen. Sein „Running Mate“ muss all jene Eigenschaften erfüllen, die er selbst als politischer Quereinsteiger nicht mitbringt.

Pence ist beliebt bei Evangelikalen und Sozialkonservativen. Seine Nominierung wäre ein Signal an den rechten Block der Republikaner und all jene, die Zweifel an Trumps ideologischer Standfestigkeit haben. Aus seiner Zeit in der Parteiführung ist er gut vernetzt.

Pence führt als Gouverneur Indianas zudem einen umkämpften Staat im „Rust Belt“ (Rostgürtel) - einer Region im Nordosten des Landes, die durch die Schwerindustrie und deren Verfall geprägt ist. Er hatte früher mehrfach selbst erwogen, sich um die Kandidatur als US-Präsident zu bewerben.

dpa

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