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Politik ZDF und DJV weisen AfD-Kritik an Moderatorin Hayali zurück
Nachrichten Politik ZDF und DJV weisen AfD-Kritik an Moderatorin Hayali zurück
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05:34 18.03.2016
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Mainz/Berlin

Die Kritik der AfD an ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat heftige Gegenwehr ausgelöst. Der öffentlich-rechtliche Sender und der Deutsche Journalisten-Verband wiesen die Anwürfe vehement zurück.

„Die „Morgenmagazin“-Moderatorin Dunja Hayali als „politische Aktivistin“ zu bezeichnen, ist abwegig“, sagte der Redaktionsleiter des ZDF-„Morgenmagazins“, Thomas Fuhrmann. Der DJV-Vorsitzende Frank Überall bezeichnete Hayali in einer Mitteilung als „eine renommierte Journalistin, die zwischen ihrem persönlichen Engagement als Staatsbürgerin und ihrer journalistischen Tätigkeit zu differenzieren weiß“.

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry hatte zuvor der Moderatorin vorgeworfen, „zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin“ aufzutreten, unter anderem wegen ihres Engagements für die Vereine „Gesicht zeigen!“ und „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.

Hintergrund war ein geplatzter Interviewtermin von Petry im „Morgenmagazin“. Am Montag nach den drei Landtagswahlen sollte Petry dort Hayali Rede und Antwort stehen. Doch sie kam nicht. Sie habe den Termin in ihrem Kalender übersehen, erklärte AfD-Pressesprecher Christian Lüth zunächst.

Später hieß es, wegen eines Hackerangriffs auf die Server der AfD sei der Termin im E-Mail-Postfach untergegangen. Dies hatte Hayali öffentlich bei Facebook thematisiert. Ein weiterer Interviewtermin am Dienstagmorgen sei von der AfD aus terminlichen Gründen abgesagt worden, schreibt Hayali dort. Daraufhin hatte sich Petry öffentlich über Hayali empört.

„Frau Petry versucht, mit ihrer Pressemitteilung von eigenen Versäumnissen abzulenken. Fakt bleibt: Die AfD-Vorsitzende ist nicht zu dem zugesagten Live-Interview am Montagmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“ erschienen“, sagte ZDF-Redaktionsleiter Fuhrmann weiter. Wann immer es einen journalistischen Anlass gebe, werde das ZDF die Politikerin der Alternative für Deutschland auch in Zukunft einladen.

dpa

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