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Aktuelle Beiträge 36-Jähriger terrorisiert Ribnitzer Innenstadt
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06:06 29.09.2018
Das Gebäude im Hintergrund, hier ein Foto eines Polizeieinsatzes im Mai, war bis vor kurzem Rückzugsort des 36-Jährigen Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

Ein 36-jähriger Mann sorgt in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) offenbar immer häufiger für Ärger. Fast täglich ist die Polizei seinetwegen im Einsatz. Und bei den Bürgern der Stadt wächst die Angst. „Was soll noch passieren?“, fragen jetzt Anwohner der Hahnbittstraße im Ribnitzer Zentrum, die sich an die OZ-Redaktion gewandt haben. Vor allem dort hat es wegen des 36-Jährigen bereits mehrfach Tumulte gegeben.

Unter anderem am vergangenen Montag. Der Mann hatte sich erneut in einem baufälligen Gebäude hinter dem Ribnitzer Rewe-Markt verschanzt. „Er warf nachts stundenlang Hausrat, Müll, Teile von Bauzäunen, alte Fahrräder und vieles mehr lautstark grölend durch das zertrümmerte Fenster aus dem Obergeschoss des Hauses auf die Straße“, berichtet Kathrin Loetz, Anwohnerin der Hahnbittstraße. Mehrere Polizeibeamte waren mit Unterstützung der Ribnitzer Feuerwehr im Einsatz, um den Mann in Gewahrsam zu nehmen. 2,2 Promille Atemalkohol wurden bei ihm später festgestellt. Menschen wurden dabei glücklicherweise nicht verletzt.

Unterschriftenliste an den Bürgermeister

Dennoch: „Was müssen wir noch erleben. Zugezogene, junge Familien überlegen, aus Angst die schönen, sanierten Häuser wieder zu verlassen und woanders ein sicheres Zuhause für sich und ihre Kinder zu finden“, heißt es von den Bürgern der Hahnbittstraße, die sich auch an die Politik wenden. „Wir fordern den Bürgermeister und die Stadtvertreter auf, uns als Bürger dieser Stadt vor derartigen Vorfällen zu schützen.“ Die Anwohner haben zudem einen Brief samt Unterschriftenliste an Bürgermeister Frank Ilchmann gesandt.

Polizei an ihren Grenzen

Die Polizei ist offenbar an ihren Grenzen angelangt. Seit mehr als zwei Jahren fällt der 36-Jährige, der laut OZ-Informationen eigentlich in Barth wohnt, immer wieder auf. Die Liste der Straftaten ist lang: Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, räuberischer Diebstahl und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gehören dazu. Mittlerweile ist auch von Körperverletzung die Rede. Unzählige Male Ausnüchterungszelle, mehrfache zehntägige Kurzhaft, die auf richterliche Anordnung möglich ist, offenbar scheinen diese Maßnahmen nichts zu bewirken. „Die polizeilichen Maßnahmen und der rechtliche Rahmen wurden ausgeschöpft“, heißt es auf Anfrage von der Polizei.

Doch was tun?

Eine Möglichkeit wäre ein längere Haftstrafe. Zahlreiche Anzeigen liegen mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Stralsund auf dem Tisch. Eine Anklage hat es bislang offenbar nicht gegeben. Doch die Behörde reagiert jetzt. „Alles, was nachweisbar ist, wird zur Anklage gebracht werden“, teilte Martin Cloppenburg, Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Mittlerweile hat sich auch Bürgermeister Frank Ilchmann eingeschaltet und sich an den Landrat und den sozialpsychiatrischen Dienst gewandt. Bislang habe es auf die Schreiben jedoch noch keine Antwort gegeben. Möglich wäre, über diesen Weg mittels einer amtsärztlichen Untersuchung und gerichtlichen Verfügung eine psychiatrische Behandlung anzuordnen.

Gebäude soll abgerissen werden

Auf jeden Fall hat das Ordnungsamt der Stadt bereits reagiert. Mitarbeiter des Bauhofes haben die Fenster des abrissreifen Gebäudes in der Hahnbittstraße zugemauert, um zumindest diesen Rückzugsort des 36-Jährigen zu verschließen. Laut Bürgermeister Frank Ilchmann sei zudem mit dem Eigentümer vereinbart worden, das Gebäude zeitnah abzureißen.

Wie es mit dem 36-Jährigen weitergeht, wird sich zeigen. Letztlich hoffen vor allem die betroffenen Bürger auf eine Lösung. Kathrin Loetz: „Die Bewohner und auch unsere Urlauber sollten ohne Angst hier verweilen und leben können.“

Robert Niemeyer

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