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Aktuelle Beiträge B 106 gesperrt: Lkw fahren durch Dörfer
Nachrichten Polizei-Report Aktuelle Beiträge B 106 gesperrt: Lkw fahren durch Dörfer
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13:18 09.09.2018
Wie dieser Transporter weichen ständig Fahrzeuge auf den Gehweg aus. Quelle: privat
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Wismar

Autos rasen durch den kleinen Ort, obwohl nur Tempo 30 erlaubt ist. Große Laster und sogar Lkw-Gespanne sind auf der schmalen Straße unterwegs trotz Fahrverbots. Der Grund: die gesperrte Bundesstraße 106 zwischen der Kreuzung Bad Kleinen und Zickhusen. Statt die offizielle Umleitung zu nutzen, rollt der Verkehr über kleine Nebenstraßen durch die Dörfer Dambeck und Drispeth, Gallentin und Wendisch Rambow. Deren Bewohner sehen sich von einem Tag auf den anderen einer enormen Verkehrsbelästigung ausgesetzt. Sie fürchten um ihre Sicherheit.

Kolonnen von Autos rasen durchs Dorf

„Anwohner trauen sich nicht mehr auf die Straße. Wir haben viele Ältere mit Hunden, Mütter mit Kinderwagen und viele Kinder. Zu Stoßzeiten fühlt es sich an, als würden wir direkt an der Bundesstraße wohnen“, berichtet Martina Scheller. Am frühen Morgen, um die Mittagszeit, zum Feierabend und später sei es besonders schlimm. Dann rasen Kolonnen von Autos durchs Dorf. „Da traut sich kaum jemand zu Fuß, geschweige denn mit dem Fahrrad auf die Straße. Selbst mit dem Auto das eigene Grundstück in Richtung Straße zu verlassen, ist stellenweise riskant“, ergänzt Alexander Balow.

Verkehr hat sich verfünfzigfacht

Der Fahrzeugverkehr in Dambeck habe sich seit der Vollsperrung der B 106 am 27. August verfünfzigfacht, beklagen die Bewohner. An einem Tag hätten sie rund 20 Lkw in ihrem Dorf gezählt, darunter lange Gespanne und Tankwagen. Obwohl hier Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ist! Denn die Straße ist viel zu schmal, als dass zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikommen. „Der abgesenkte Gehweg wird zum Ausweichen genutzt. Für Fußgänger ist die Situation extrem gefährlich“, schildert Martina Scheller. „Manche Bewohner wurden schon beschimpft, weil sie keinen Platz gemacht haben.“

Tempo 30 wird missachtet

Zudem würden die meistens der vielen Autofahrer die Tempo-30-Regel in Dambeck und weiter in Richtung Drispeth ignorieren. „Manche kacheln wie Idioten durchs Dorf. Gegen vier Uhr dreißig beginnt die Raserei. Der Zustand für uns Anwohner ist unerträglich“, erklärt eine andere Dambeckerin. Sie verweist auch auf Schäden, die die schweren Lastfahrzeuge an den Banketten verursachen. Ein Wassergraben wurde von Lastwagen „zugeschoben“, weil Fahrbahn und Bürgersteig als Platz nicht ausreichen. Der Graben sei wichtig, damit das Wasser vom Hang nicht auf die Hausgrundstücke fließt.Dass die Sperrung einer vielbefahrenen Straße für einen begrenzten Zeitraum Einschränkungen mit sich bringt, ist den Dorfbewohnern völlig klar. Dafür hätten sie auch im gewissen Rahmen Verständnis. Dass aber die Sicherheit der Menschen gefährdet ist, sei nicht hinnehmbar.

Landkreis: Polizei verstärkt Präsenz

Auf Anfrage der OZ heißt es vom Landkreis Nordwestmecklenburg, dass er in Kooperation mit der Polizeiinspektion Wismar verschiedene Möglichkeiten geprüft hat, „das erhöhte Verkehrsaufkommen in den zur gesperrten B 106 anliegenden Gemeinden zu überwachen“. In diesem Zusammenhang sei festgestellt worden, dass die vorhandenen Verkehrszeichen wie Ortseingangsschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Teil Mängel aufweisen und erneuert oder von Büschen freigeschnitten werden müssen. Erst dann könne die Polizei Geschwindigkeitsmessungen durchführen. „Die Polizei hat angekündigt, in den betreffenden Gemeinden für den Zeitraum der Sperrung verstärkt präsent zu sein“, erklärt Mathias Diederich, 1. Stellvertreter der Landrätin.

Erste Lkw-Kontrollen durchgeführt

Wie Polizeisprecher Axel Köppen bestätigt, gab es am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Kontrollen zum Einhalten des Durchfahrtsverbots für Lkw. Aus diesem Grund werden ebenfalls Beamte vom Autobahnpolizeirevier Metelsdorf verstärkt im Einsatz sein, auch mit dem Videowagen, ergänzt Kollegin Jessica Lerke.

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