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Berufungsurteil: Sprengstoffbastler muss nicht in Haft

Neubrandenburg Berufungsurteil: Sprengstoffbastler muss nicht in Haft

Aus Experimentierfreude hat der 35-Jährige mit explosiven Substanzen hantiert. Nun muss er doch nicht ins Gefängnis. Der Richter spricht von einem Ausnahmefall.

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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.

Quelle: David-Wolfgang Ebener/archiv

Neubrandenburg. Der Sprengstoffbastler von Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) muss doch nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Neubrandenburg wandelte die 2016 vom Amtsgericht verhängte Freiheitsstrafe für den 35-Jährigen am Freitag in einem Berufungsprozess in eine Bewährungsstrafe um. „Das ist hier ein Ausnahmefall“, sagte Richter Jochen Unterlöhner. Der Verurteilte sei noch nie straffällig gewesen, habe niemanden geschädigt, umfassend gestanden und sich nach dem Auffliegen vor zwei Jahren tadellos geführt.

 

Der Woldegker hatte gestanden, bis 2016 fast drei Jahre in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit explosiven Substanzen experimentiert und die Mischungen etwa 50 Mal im Freien erprobt zu haben. Grund war „Experimentierfreude“. Das Amtsgericht hatte ihn zu 22 Monaten Freiheitsstrafe wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verurteilt. Die Höhe der Strafe blieb, sie wurde aber auf drei Jahre Bewährung mit einem Betreuer ausgesetzt. Das Urteil ist rechtskräftig.

dpa/mv

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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.

Der Fall des 35-Jährigen hatte über MV hinaus für Aufsehen gesorgt. Er gestand, bis 2016 fast drei Jahre in einer kleinen Wohnung in Neubrandenburg gefährlichen Sprengstoff hergestellt zu haben.

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