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Countdown an der Kreuzung: SPD will zählende Ampeln

Rostock Countdown an der Kreuzung: SPD will zählende Ampeln

Die Kreuzungen und Überwege in Rostock sollen sicherer werden - vor allem für Fußgänger. Die SPD will deshalb so genannte Countdown-Ampeln einführen. Die zeigen an, in wie vielen Sekunden sie auf Grün springen.

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So sehen die zählenden Ampeln aus: In Bochum (Nordrhein-Westfalen) sind die Countdown-Lichtzeichen bereits seit 2013 im Einsatz. Nun soll auch Rostock die Technik einführen.

Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Rostock. Seit knapp vier Jahren halten die Countdown-Ampeln nach und nach auch in Deutschland Einzug – zunächst in Berlin und in Hamburg. Seit wenigen Wochen testet auch die Landeshauptstadt Schwerin in einem landesweit einmaligen Pilotversuch die „zählenden Lichtzeichen“. „Die Countdown-Ampeln machen überall dort Sinn, wo viele Fußgänger oder Radfahrer die Straßen kreuzen müssen“, sagt Andrea Leirich, Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht. Das Runterzählen bis zur nächsten Grünphase habe nämlich einen psychologischen Effekt: „Es bremst die Rot-Sünder aus. Viele Menschen, die sonst ungeduldig bei Rot über die Straße laufen, bleiben an diesen Ampeln stehen.“ Einzige Bedingung: Die Zeit bis zur nächsten Grünphase darf nicht allzu lang, maximal 60 bis 70 Sekunden.

84 Fußgänger wurden 2016 verletzt „Es gibt Studien, die belegen, dass die Zahl der Unfälle mit Fußgängern an kritischen Kreuzungen dank solcher Ampeln um bis zu 80 Prozent gesenkt werden kann“, ergänzt SPD-Fraktionsvize Thoralf Sens. Und gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer gelte es in der Hansestadt zu schützen: Denn nach Angaben der Polizeiinspektion waren rund die Hälfte der Verletzten bei Unfällen in der Hansestadt Radler oder Fußgänger. Insgesamt wurden im Jahr 2016 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – genau 734 Menschen auf den Straßen Rostocks verletzt. Davon 266 Radfahrer und 84 Fußgänger.

Stadt sieht wenig Bedarf für neue Technik Verkehrssenator Holger Matthäus (Grüne) sagt bereits zu, die Idee der SPD „sorgfältig“ prüfen zu wollen - aber:  „Aus unserer Sicht macht diese Technik allein an reinen Fußgänger-Überwegen Sinn – zum Beispiel vor Schulen und Kindergärten.“ Auch der Überweg am Lindenpark wäre aus Sicht Matthäus’ geeignet. „Der Countdown macht nur Sinn, wenn die Wartezeit jedes Mal gleich lang ist und nicht permanent wechselt.“

Andreas Meyer

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