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Der Hund im Schafspelz

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Der Hund im Schafspelz

Skurriles aus dem Polizeialltag / Nach Einbruch in Bibliothek eingeschlafen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Es gibt sie auch im Polizeialltag – diese kleinen, ungewöhnlichen Geschichten, die nur das Leben schreibt: Den skurrilsten Einsatz des Jahres erlebten gleich zu Jahresbeginn Beamte, als sie es mit einen findigen Hundehalter zu tun bekamen. Der hatte zunächst dem Hafenvogt bei einer Kontrolle im Stadthafen erklärt, dass es sich bei dem Tier an seiner Leine um ein Schaf und ganz sicher nicht um einen Hund handeln würde. Und deshalb habe das Tier auch keine Steuermarke.

Obwohl es sich im ersten Augenblick wie ein Scherz anhörte, blieb der 35-Jährige beharrlich bei seiner Schafsversion. Er legte den Beamten sogar einen Heimtierpass für den Hund im Schafspelz vor.

Eine Überprüfung durch die Amtstierärztin kam jedoch zum amtlichen Ergebnis, dass es sich bei dem Vierbeiner dann doch um einen Hund der Rasse Perro de Agua Espanol handelt. Die durchaus vorhandene leichte Ähnlichkeit zum Schaf versuchte der Besitzer auszunutzen, um die Steuer nicht zahlen zu müssen.

Im Februar gab es in der Hansestadt eine Reihe von Fahrzeugaufbrüchen und in einem Fall hat sich der Täter nicht einmal von einem auf dem Rücksitz befindlichen Kind abhalten lassen. Das 11-jährige Mädchen wartete im Auto auf die Rückkehr der Mutter, als ein Mann mit einer Taschenlampe ins Wageninnere leuchtet. Dann schlug er die Scheibe ein und griff nach der Handtasche auf dem Beifahrersitz.

Bei der Aktion blieb die 11-Jährige zwar körperlich unverletzt, allerdings stand sie nach der Tat unter Schock.

Als „Deutsche Volkspolizei“ stellte sich im April ein Betrüger bei einer 82-jährigen Rostockerin am Telefon vor. Der vermeintliche Volkspolizist versuchte die Rentnerin auszufragen. Ob sie denn Schmuck und Bargeld im Haus habe, wollte er wissen. Die 82-Jährige ließ sich glücklicher Weise nicht hinters Licht führen und erstattete Anzeige, dann aber bei der richtigen Polizei.

Wie strebsam Studenten heutzutage sind, zeigt ein Fall aus dem Oktober. Ein 19-Jähriger war nachts in die Unibibliothek eingebrochen, hatte sich Bücher zusammengesucht und an einen Tisch gesetzt – offenbar um zu lernen. Allerdings schlief der angetrunkene Mathematikstudent dann über den Büchern ein.

OZ

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