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00:05 02.12.2017
Polizeihauptkommissarin Kristina Mellmann bittet Autofahrerin Doreen Wendelstorf zu pusten. Das Ergebnis: 0,0 Promille. Die Wismarerin kann weiterfahren. Quelle: Foto: Michaela Krohn
Wismar

Doreen Wendelstorf ist gerade auf dem Weg, ihren Mann zur Arbeit zu fahren. Es ist sein erster Tag in der neuen Sicherheitsfirma. Auf der Lübschen Straße werden die beiden in ihrem roten Kleinwagen von einem Polizisten abgestoppt und auf den Parkplatz am Weidendamm gebeten – zum Drogen- und Alkoholtest. Polizeihauptkommissarin Kristina Mellmann hält ihr das Testgerät, das den Atemalkohol misst, entgegen. Das Ergebnis: 0,00 Promille.

Die Polizei sucht verstärkt nach Autofahrern unter Drogen- und Alkoholeinfluss

Die meisten der 50 Autofahrer, die gestern von der Polizei in Wismar angehalten wurden, ließen sich nichts zu Schulden kommen. Bei einem Fahrer wurden die Beamten, die gestern dort im Einsatz waren, allerdings fündig. Insgesamt wurden am Vormittag 20 Drogenschnelltests vorgenommen. Bei zwei weiteren Fahrern schlug das Atemalkoholmessgerät aus – allerdings lagen beide bei einem Wert unter 0,5 Promille. „Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Fahrzeugführer an die Regeln halten. Dennoch werden wir immer wieder kontrollieren, damit es auch so bleibt. Jetzt in der Weihnachtszeit wird unser Schwerpunkt aber der späte Nachmittag und der Abend sein, um dann Alkoholfahrten feststellen zu können“, sagt Wismars Inspektionsleiterin Sibylle Hofmann.

Polizei kontrolliert den gesamten Dezember hindurch

Im gesamten Monat Dezember finden landesweit themenorientierte Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt „Alkohol und Drogen“ statt. Den Auftakt im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock hat die Polizeiinspektion Wismar veranstaltet. Neben zahlreichen stationären und mobilen Kontrollstellen, bei denen die Fahrtüchtigkeit der Autofahrer getestet wurde, waren die Präventionsberater der Wismarer Polizeiinspektion auch im Berufsschulzentrum Nord zu Gast und haben dort über die Gefahren von Alkohol und Drogen am Steuern aufgeklärt.

Vor allem Weihnachtsfeiern verleiten zu Alkoholfahrten

Im Landkreis Nordwestmecklenburg wurden bei Unfällen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss in den beiden vergangenen Jahren insgesamt 35 Personen schwer und 59 Personen leicht verletzt. Das teilt Sophie Pawelke, Sprecherin des Polizeipräsidiums in Rostock mit. Innerorts ereigneten sich 103 Unfälle und außerhalb von Ortschaften 85 – davon 17 auf Autobahnen.

Hauptverursacher dieser Unfälle waren in 60 Prozent der Fälle Autofahrer, gefolgt von jeweils 14 Prozent Radfahrer und motorisierte Zweiräder.

Polizeikommissar Michael Schröder vom Hauptrevier Wismar erklärt, wie die Beamten bei der Kontrolle an der Lübschen Straße, Ecke Parkplatz Weidendamm, vorgehen: „Ein erfahrener Kollege steht am Straßenrand und stoppt die Autofahrer zunächst ab, bittet sie dann auf den Parkplatz zu fahren.“ Dort werde dann gegebenenfalls nach einem Atemalkoholtest gefragt. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer Blutentnahme.

„Wir führen diese Kontrollen zurzeit durch, weil es viele Weihnachtsfeiern gibt, die Menschen gehen auf Weihnachtsmärkte und setzen sich leider öfter alkoholisiert oder unter Drogen hinter das Steuer ihres Wagens“, sagt Polizeikommissar Michael Schröder.

Doreen Wendelstorf und ihr Mann, die auf dem Parkplatz am Weidendamm kontrolliert wurden, nahmen es mit Humor. „Das ist schon in Ordnung. Es ist gut, wenn die Polizei öfter mal kontrolliert“, so die Wismarerin. Und falls es der Gatte nicht rechtzeitig zum Arbeitsplatz schafft, stellt ihm die Polizei auch eine Bescheinigung für den Arbeitgeber aus.

Michaela Krohn

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