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Aktuelle Beiträge Gehlsdorfer Forensik hat jetzt Platz für 100 Patienten
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00:05 03.02.2018
Hell und freundlich sind die neuen Räume der Gehlsdorfer Forensik. Direktorin Dr. Ulrike Bordel und Sicherheitschef Harald Ahrendt sind zufrieden.

Die Forensik in Gehlsdorf ist erweitert worden. Bevor demnächst die ersten Patienten einziehen können, muss aber noch genau geprüft werden, ob Alarmanlagen, Kameras und andere Sicherungssysteme wirklich einwandfrei funktionieren.

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Der Anbau für die Klinik ist fertig / Sieben Stationen gehen in Betrieb

Erweiterung

Auf 100 Plätze ist die Forensik in Gehlsdorf, also die Klinik für psychisch kranke Straftäter, erweitert worden, der Anbau ist gerade fertig. Zuvor hatte die Einrichtung eine Kapazität von 80 Plätzen.

2001 war die Einrichtung in Betrieb genommen worden.

Für Harald Ahrendt, den Sicherheitsbeauftragten der Klinik, war schon die Bauphase im laufenden Betrieb eine echte Herausforderung. Vor allem die Tatsache, dass für die Erweiterung des Geländes die hohe, mit Stacheldraht bewehrte Anstaltsmauer an einer Seite abgerissen und verlegt werden musste, kostete Nerven. Denn wochenlang galt es, das Loch im Schutzwall mit Wachpersonal abzusichern. Mit Blick auf Gefängnisausbrüche, wie jüngst in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Plötzensee, versichert er: „Wenn man so etwas in den Nachrichten hört, dann wird einem ganz anders. Schließlich stellt man sich vor, das passiert bei einem selber.“ Wobei er betont: Gehlsdorf sei kein Gefängnis, sondern eine Klinik, spezialisiert auf junge Menschen, die im Zusammenhang mit Suchtproblemen straffällig geworden sind.

Vorn an der Pforte sitzt Sylvio Fock, Schichtführer der Sicherheitszentrale. Auf einer Reihe von Monitoren hat er alle wichtigen Orte in und um die Forensik im Blick – und mit einem anerkennenden Nicken stellt er fest: „Dadurch, dass wir die Kameras ersetzt haben und jetzt auf IT-Basis arbeiten, sind die Bilder entschieden schärfer geworden. Selbst abends bei Beleuchtung kann man wunderbar gucken.“ Darüber hinaus hat es ihm vor allem das neue Alarmsystem für die Anstaltsmauer angetan.

Probealarm, technische Trainingseinheiten für das Personal – alles steht derzeit auf dem Prüfstand, alle neuen Abläufe werden geübt. Harald Ahrendt erklärt sein Hauptaugenmerk: „Wir haben hier einen Bau aus dem Jahr 2001 mit dem technischen Stand von damals und eine Erweiterung aus dem Jahr 2017 mit der Technik von heute. Beide Systeme zusammenzuführen, das ist manchmal gar nicht so einfach.“

Mit einem Schmunzeln setzt er hinzu: „Das kennt jeder, der schon mal auf einen alten Computer ein neues Programm aufgespielt hat.“ Mit wachsamem Blick geht der Sicherheitschef durch die gerade erst übergebenen Räume. Er zeigt eine Werkstatt, die auf Anregung der Therapeuten mit sechseckigen Werkbänken ausgestattet wurde. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es so leichter ist, alle Patienten gleichzeitig im Blick zu behalten.“ Und er weist zufrieden auf die Flure hin, die einen deutlich helleren, geräumigeren Eindruck machen als jene im Altbau. „Wir haben hier ein ganz anderes Lichtkonzept drin.“ Das verbessere die Stimmung im ganzen Haus, wirke deeskalierend und sei so auch ein wichtiger Baustein in Sachen Sicherheit.

Sieben Stationen wird die Forensik künftig haben. Im Beratungszimmer sitzen die frisch eingestellten Mitarbeiter beieinander, um sich schon einmal abzustimmen, denn im Februar oder März sollen die ersten Patienten einziehen. Dr. Ulrike Bordel, kommissarische Klinikchefin, legt großen Wert darauf, dass nichts überstürzt wird. „Schließlich ist es für die Patienten ein großer Schritt, wenn sie hierher kommen. Sie müssen genug Zeit haben, sich in der neuen Umgebung einzufinden, Kontakt zu den Mitarbeitern zu knüpfen.“ Ein vertrauensvolles therapeutisches Miteinander bedeutet in ihren Augen die größte Sicherheit im Maßregelvollzug. Oberstes Ziel müsse es schließlich sein, die jungen Patienten langfristig auf ein neues Leben in Freiheit vorzubereiten.

Katja Bülow

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