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00:17 12.05.2018
Im Haus V in der Spiegelsdorfer Wende wird die Greifswalder Polizei künftig ihr Domizil haben. Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer

Die Abschiedsfete im Greifswalder Polizeihauptrevier in der Brinkstraße ist bereits Geschichte. Am 16. Mai beginnt der Umzug der Beamten nach Schönwalde I, informiert Christian Hoffmann. Er ist der Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften MV, der für Bau, Sanierung und Unterhalt der Liegenschaften der Landesbehörden zuständig ist.

Es ist etwas weniger Platz als in der Brinkstraße, aber die Sicherheit ist gewährleistet.Christian Hoffmann, Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften MV

Neues Domizil der Polizei ist das Haus V in der Spiegelsdorfer Wende. In etwa eineinhalb Wochen würden die Beamten umgezogen sein, so der Sprecher. Vorbereitet ist das Haus in Schönwalde I. So mussten bestimmte Sicherheitsanforderungen auch für die Umgebung erfüllt sein. „Es ist etwas weniger Platz als in der Brinkstraße, aber die Sicherheit ist gewährleistet“, betont Hoffmann. Die Polizei bleibt weiter unter ihrer gewohnten Telefonnummer 03834/ 5400 erreichbar. Das Gebäude wird vom Land von der Firma Vario angemietet, die nach der Wende die Gästehäuser und Wohnheime des Kernkraftwerkes Greifswald übernommen hatte. Auch die Außenstelle des Kriminalkommissariats Greifswald zieht mit um.

Für die Polizei ist die Unterbringung in der Spiegelsdorfer Wende aber keine Dauerlösung. Zunächst wird der Altbau in der Fleischervorstadt abgerissen.Dann wird an gleicher Stelle in der Brinkstraße neu gebaut. „In zwei bis zweieinhalb Jahren wird dieses Haus fertig sein“, schätzt Hoffmann. „Aber nur, wenn alles glatt läuft.“ Das wäre dann Mitte bis Ende 2020 und damit zwei Jahre später, als Innenminister Lorenz Caffier im April 2015 bei der Ankündigung für den Neubau in Greifswald einschätzte. Möglicherweise war er nicht gut informiert. Das Innenministerium ist nur der Nutzer, Bauherr ist das Finanzministerium, zu dem der Landesbetrieb gehört. Der von Lorenz Caffier avisierte Baubeginn 2016 ließ sich nicht halten. Bis ein Landesbau beginnt, dauert es in aller Regel wegen des aufwändigen Planungsverfahren mit vielen Beteiligten und einer europaweiten Ausschreibung um die zweieinhalb Jahre und mehr.

Im Greifswalder Fall war zunächst die zwischenzeitliche Unterbringung der Beamten in Containern auf dem Hof in der Brinkstraße vorgesehen, was aber im Laufe der Planungen verworfen wurde. Michael Teich, Sprecher des Innenministerium, begründete dies Mitte 2017 mit der Hoffnung auf eine Beschleunigung des Vorhabens. Das alte Gebäude könne so schneller abgerissen werden, so Teich.

Etwa zehn Millionen Euro soll das neue Polizeihauptrevier in Greifswald kosten. Vorpommern-Greifswald wird laut Innenminister Caffier nach Fertigstellung zu den Landkreisen mit den modernsten Polizeigebäuden in Mecklenburg-Vorpommern gehören. In dem Greifswalder Neubau können im nächsten Jahrzehnt maximal 139 Frauen und Männer arbeiten. Das Gebäude wird vier Geschosse haben und damit die Brinkstraße architektonisch mitprägen. Viele Fenster werden die Fassade prägen. 33 Parkplätze sind auf dem Hof geplant.

In unmittelbarer Nachbarschaft in der Spiegelsdorfer Wende, im früheren Greifswalder Ordnungsamt, ist aktuell ebenfalls das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommerns zu finden. Auch das ist eine Zwischenlösung. Das Finanzgericht soll bis spätestens 2022 gemeinsam mit dem Amtsgericht in einen Neubau auf dem Hof des Verwaltungsgerichts ziehen.

Eckhard Oberdörfer

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