Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Aktuelle Beiträge Hiddensee: Rettungsflieger eilen 64-mal zur Hilfe
Nachrichten Polizei-Report Aktuelle Beiträge Hiddensee: Rettungsflieger eilen 64-mal zur Hilfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 13.01.2015
Den Landeplatz für Rettungsflieger haben die Hiddenseer neben dem Bolzplatz in Vitte angelegt. Quelle: Chris-Marco Herold

Die Insel Hiddensee ist im vergangenen Jahr 64-mal von Rettungshubschraubern angesteuert worden, um im Falle eines Falles schnelle Hilfe leisten zu können. „Tag und Nacht wurden Notfallpatienten abtransportiert sowie medizinisches Fachpersonal auf die Insel gebracht“, umschreibt Bürgermeister Thomas Gens (Hiddenseepartei), das Leistungsspektrum des Landeplatzes.

Der ist auf Rügens Schwesterinsel seit Oktober 2012 in Betrieb, betreut und unterhalten wird die Anlage vom gemeindeeigenen Hafen- und Kurbetrieb. Die Rettungsflieger können auf einem 44 mal 44 Meter großen befestigten Areal, welches direkt neben dem Bolzplatz in Vitte angelegt wurde, landen. Bei der eigentlichen Landefläche handelt es sich um einen Kreis mit einem Durchmesser von 13 Metern.

Die Inselgemeinde hat auf dem Areal neben dem Bolzplatz seinerzeit etwa 350000 Euro investiert. Dies war mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Landes möglich. Das hatte sich in der Form von Sonderbedarfszuweisungen mit insgesamt etwa 273000 Euro an dem Vorhaben beteiligt. Die Gemeinde war mit einem Eigenanteil in einer Höhe von 79000 Euro mit von der Partie. 70- bis 80-mal pro Jahr werden die Retter aus der Luft nach Hiddensee beordert — Herzattacke, Kreuzotterbiss und Ähnliches. Mussten sie in der Vergangenheit in der Dunkelheit kommen, wurde es brenzlig. Feuerwehr und Polizei mussten dann dafür sorgen, dass das Areal ausgeleuchtet ist.

Vor allem auch bei Eisgang ist der Einsatz der Rettungsflieger insbesondere wichtig. Denn dann können die im Hafen von Vitte stationierten Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit ihrer „Nausikaa“ nicht zum Einsatz kommen. Dann bleibt der Rettungshubschrauber die einzige Transportmöglichkeit.



Chris Herold

Anzeige