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00:05 13.06.2017
Der Tatort des vermutlichen Verbrechens in der Katharinenstraße des Ostseebades. FOTOS (3): STEFFI BESCH
Göhren

In Göhren hat es möglicherweise innerhalb weniger Wochen ein weiteres Sexualdelikt gegeben. Dort, wo am 30. April dieses Jahres eine 56-jährige Urlauberin aus Leipzig vergewaltigt wurde, ist vermutlich eine 17-Jährige Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Sie war in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag gegen 1 Uhr aus einer Nachtbar an der Strandstraße gekommen, um eine Zigarette zu rauchen. Die Sellinerin ging um die Ecke in die Katharinenstraße und setzte sich auf das Abdeckgitter eines Lüftungsschachtes. Ein fremder Mann habe sich wortlos dazugesetzt, sie mit der Hand berührt und ihre Hose geöffnet. Als die junge Frau sich wehrte, ließ er von ihr ab und verschwand.

Die Sellinerin konnte sich erfolgreich wehren / Kurdirektor vom erneuten Angriff geschockt / Ermittlungen im April-Fall noch ohne Ergebnis

Ob es sich um den mutmaßlichen Vergewaltiger handelt, der die 56-Jährige am 30. April in unmittelbarer Nähe missbraucht hatte, ist unklar. Während der Verdächtige seinerzeit als eher schlank beschrieben wurde, schilderte die Rüganerin den Mann, der sich ihr am Sonntagmorgen näherte, als kräftig und etwa 1,80 Meter groß. Dennoch werde ein Zusammenhang zwischen beiden Taten geprüft; die Kriminalpolizei Anklam ermittelt in beiden Fällen und ruft auch diesmal Zeugen auf, sich zu melden.

Geschockt reagierte unter anderem Göhrens Kurdirektor Jörn Fenske auf die Nachricht von einem erneuten Angriff auf eine Frau. „Wir hatten nach der Tat Ende April unser Sicherheitskonzept umgestellt und das Einsatzgebiet des privaten Wachdienstes auf den Ortskern ausgeweitet.“ Aber die Gemeinde und die Kurverwaltung könnten nun mal nicht die mangelnde Präsenz der Polizei kompensieren.

Beim Polizeipräsidium in Neubrandenburg hält man dagegen: Nach der Vergewaltigung vom Ende April seien die Beamten vermehrt Streife gefahren, um das Sicherheitsgefühl von Einheimischen und Urlaubern zu stärken. Weitere Maßnahmen seien nicht zielführend, weil sie allenfalls einen Verdrängungseffekt von Straftätern zur Folge haben könnten, so Polizeisprecherin Nicole Buchfink. In dem Fall vom April dauern die Ermittlungen noch an. Führten diese nicht zum Erfolg, könnte das letzte Mittel ein Massen-Gentest sein, der jedoch nur auf richterliche Anordnung erfolgen dürfe, so Buchfink.

Zeugenhinweise unter

☎ 0395/ 55822224

Uwe Driest und Maik Trettin

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