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22:22 15.04.2018
Schon voller Vorfreude auf den Spendenlauf: Die Medizinstudentinnen Susanne Schwebs und Jenny Zeiger. Quelle: Foto: Christin Weikusat
Greifswald

Laufveranstaltungen gibt es viele. Aus der Masse sticht einer besonders hervor: Beim „Wings for Life World Run“ geht es nicht um den Sieg oder um den schnellsten Läufer. Vielmehr geht es darum, anderen zu helfen. Sportler auf der ganzen Welt laufen zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten. Und sie tun es für die, die es nicht mehr können.

Bei diesem globalen Spendenlauf mischt in diesem Jahr auch wieder ein Team der Universitätsmedizin Greifswald mit. Bereits zum dritten Mal fahren die Studenten dafür am 6. Mai ins polnische Posen.

Während es im ersten Jahr zu elft ins Nachbarland ging, ist das Team nun auf 32 Läufer angewachsen. Doch was macht den Lauf für das Uniteam so speziell? Zum einen geht die Startgebühr von rund 30

Euro direkt an die Wings-for-Life-Stiftung, die sich für die Rückenmarksforschung engagiert – eine Herzensangelegenheit für die Medizinstudenten. Zum anderen läuft die Ziellinie mit den Sportlern mit. Heißt: „Etwa 30 Minuten, nachdem die Läufer gestartet sind, setzen sich sogenannte Catcher Cars in Bewegung. Diese Autos sind quasi die Ziellinie“, sagt Jenny Zeiger, Mitglied des Uniteams.

Wer von den Pkw eingeholt wird, für den ist der Lauf vorbei. „Je schneller man läuft, umso weiter schafft man es auch“, fügt die Medizinstudentin an, die bereits zum dritten Mal in Polen dabei sein wird und hofft, ihre Bestmarke von 18 Kilometern in diesem Jahr knacken zu können. Sie mag vor allem die Stimmung: „Die Zuschauer feuern einen immer an und bei den Läufern liegt eben nicht der Wettkampf im Fokus.“

Um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit fällt der Startschuss. Im australischen Melbourne wird es dann 21 Uhr sein, während in Portland (USA) um 4 Uhr morgens gerade die Sonne aufgeht. Dass der Spendenlauf zeitgleich gestartet wird, ist eine weitere Besonderheit, findet Susanne Schwebs. „Für uns ist es gut, dass wir nicht abends oder nachts starten“, sagt die 24-jährige Medizinstudentin.

Sie wird eine von über 280 000 Sportlern aus 193 Ländern sein, die für den guten Zweck laufen. Doch es gehen nicht nur Sportler an den Start. Auch Rollstuhlfahrer sind dabei und „viele Angehörige von Querschnittsgelähmten laufen mit oder unterstützen die Sportler“, sagt Zeiger, die sich bereits seit einigen Wochen mit ihrem Team auf den Lauf vorbereitet. Bei so einer großen Gruppe ist das allerdings nicht so einfach: „Gemeinsam können wir nicht trainieren. Aber es bilden sich immer mehrere Gruppen, die dann zusammen laufen gehen.“ Zeiger ist seit der 4. Klasse begeisterte Läuferin.

„Ich bin durch das Rudern dazu gekommen. Im Winter konnten wir nicht auf dem Wasser trainieren, also mussten wir andere Sportarten machen.“ Anders war es bei Susanne Schwebs. Sie bezeichnete sich selbst früher als Sportmuffel. Vor etwa drei Jahren beschloss sie zum ersten Mal für einen Halbmarathon zu trainieren. „Ein dreiviertel Jahr später habe es dann auch geschafft, die 21,1 Kilometer zu laufen.“

Wie viele Kilometer sie beim diesjährigen Spendenlauf schaffen wird, weiß sie nicht. Das ist aber auch nur Nebensache.

Querschnittslähmung heilen

Der Wohltätigkeitslauf „Wings for Life World Run“ findet seit 2014 jährlich im Mai statt. Dieses Jahr starten die Läufer am 6. Mai. Insgesamt gibt es 35 Strecken in 33 Ländern auf sechs Kontinenten. Alle Einnahmen fließen in die Rückenmarksforschung. Die Idee stammt von der Wings-for-Life-Stiftung, die vom zweifachen Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner und Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ins Leben gerufen wurde. Das große Ziel: Querschnittslähmung heilen.

Christin Weikusat

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