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Aktuelle Beiträge „Man fühlt sich vor der eigenen Haustür nicht mehr sicher“
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00:00 27.10.2017
Elmenhorst

Für Philipp Krüger ist das Maß voll. „Man fühlt sich vor der eigenen Haustür nicht mehr sicher“, schimpft der Elmenhorster. Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung des Ortes machte er seinem Ärger Luft. Krüger hat ein Häuschen an der Dammstraße in Elmenhorst. Doch genau diese werde, so der junge Mann, oftmals als Rennstrecke missbraucht. „Alt wie Jung rast dort durch, teilweise mit weit mehr als 100 Sachen“, sagt er. Bei erlaubten 50 km/h. Man lebe deshalb da echt gefährlich. Es müsse, so fordert er, unbedingt etwas geschehen.

Dass die lange Dammstraße gern als eine Art Formel-1-Strecke genutzt wird, ist für die Elmenhorster nichts Neues. Ein Gehweg rechts und links der Ortsdurchfahrt – das wäre eine gute Maßnahme, damit sich die Anwohner sicherer fühlen könnten. „Ich kenne das Problem. Aber für einen Gehweg bekommen wir kein Geld. Es ist eine Katastrophe“, sagt Bürgermeister Rudi Wendorf.

Für Philipp Krüger und weitere Anwohner ist dies allerdings eine unbefriedigende Antwort. „Das kann nicht sein, irgendetwas muss doch unternommen werden können“, sagt Krüger und wirft die Frage nach Verkehrskontrollen und sogar einem festinstallierten Blitzer auf. Wenn es sein müsse, werde er mit seinem Anliegen nach Geschwindigkeitsmessung auch Dauergast beim Grimmener Polizeirevier.

Auf Nachfrage der OSTSEE-ZEITUNG beim Landkreis Vorpommern-Rügen war zu erfahren, dass von Seiten der Gemeinde ein Antrag gestellt werden müsste, wenn sie an dieser Straße einen Blitzer aufstellen möchte. „Es wird dann geprüft, ob sich in diesem Bereich ein Unfallschwerpunkt befindet“, erklärt Olaf Manzke, Pressesprecher im Landratsamt. Dazu würde die Unfallstatistik zu Rate gezogen. Sollte sich bestätigen, dass sich in den vergangenen Jahren gehäuft Unfälle ereignet hätten oder sich der Bereich als Verkehrsknotenpunkt erweise, würde die Verkehrskommission zusammenkommen und über Maßnahmen beraten. „Wir dürfen einen Blitzer nämlich auch nicht einfach so irgendwo aufstellen“, so Manzke.

Die Elmenhorster dürften da schlechte Karten haben, da im Bereich der Dammstraße keine schweren Unfälle verzeichnet sind. In diesem Fall bestehe noch die Möglichkeit, einen Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung wegen unzumutbaren Lärms einzureichen. Doch auch hier werden die Hoffnungen schon im Vorfeld gedämpft. „Dem Verkehrsteilnehmer müsse klar sein, weshalb er an dieser Stelle langsam zu fahren habe“, so Manzke mit Blick auf eventuelle 30-er Zonen.

Übrigens: Bezüglich der Anfrage der Einwohnerin Kristin Hahn, in der Wittenhäger Straße ein zusätzliches Schild zur Verkehrsberuhigung aufzustellen, war aus dem Amt zu erfahren, dass dies möglich wäre, wie Elmenhorsts Bürgermeister Rudi Wendorf mitteilte. Zwar sei der Bereich bereits als 30-er Zone sowie mit dem Verkehrszeichen „Vorsicht! Kinder“ von Amts wegen ausgiebig ausgeschildert, dennoch stehe einem weiteren Verkehrszeichen nichts im Wege. Allerdings müsste dazu ein entsprechender Antrag im Amt eingereicht werden.

Claudia Noatnick

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