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Aktuelle Beiträge Mutter und Kleinkind sterben: Dassow trauert um die Brandopfer
Nachrichten Polizei-Report Aktuelle Beiträge Mutter und Kleinkind sterben: Dassow trauert um die Brandopfer
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20:48 20.01.2019
Nach den Löscharbeiten in Klein Voigtshagen rückten Brandursachenermittler der Polizei an. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Dassow

Die Menschen in Dassow sind sprachlos. Trauernd und geschockt stehen sie am Sonntag vor dem ausgebrannten Haus im Ortsteil Klein Voigtshagen, in dem Brandursachenermittler rekonstruieren, was zu der Feuertragödie geführt hat, bei der am Sonnabend ein kleiner Junge, der im April zwei Jahre alt geworden wäre, und seine 35 Jahre alte Mutter ums Leben gekommen sind. Der 39-jährige Lebensgefährte kämpft in der Lübecker Universitätsklinik um sein Leben. Nach einer lebensbedrohlichen Rauchgasvergiftung soll er im Koma liegen. Die Brandursache ist noch unklar. „Erste Ergebnisse erwarten wir Mitte der Woche“, sagt ein Polizeisprecher am Sonntag.

Eine Frau und ein Kleinkind sind bei einem Brand in Klein Voigtshagen bei Dassow am 19. Januar 2019 ums Leben gekommen. Kerzen und Blumen zeugen von Betroffenheit.

„Wir stehen alle unter Schock“

„Wir stehen alle unter Schock und leiden mit den Familien“, sagt Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD) am Sonntag. Sie wohnt selbst in Dassow und kennt beide Familien. Auch Dassows amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl ist vor Ort. „Auch die Feuerwehrleute sind sehr betroffen“, sagt sie.

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Das Feuer bricht am frühen Samstagmorgen aus. Kurz vor 6 Uhr geht der Alarm bei der Rettungsleitstelle ein. Nach unbestätigten Angaben sollen die Nachbarn in der anderen Hälfte des Doppelhauses die Feuerwehr alarmiert haben, nachdem ihr Rauchmelder Alarm geschlagen hat. Offenbar hat die Brandschutzwand verhindert, dass sich das Feuer auch auf ihre Gebäudehälfte ausbreitet. Bewohnbar ist das Haus nicht mehr. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf 100 000 Euro.

Feuer bricht erneut aus

Die Feuerwehr hat mit großen Problemen zu kämpfen. Der Dachstuhl stürzt während des Brandes ein. Dramatische Szenen spielen sich ab: Die Feuerwehrleute haben Mühe, ins Dachgeschoss vorzudringen, wo sich das Schlafzimmer und das Kinderzimmer befinden. Am Vormittag dann die traurige Gewissheit: In den Trümmern finden die Feuerwehrleute die Leiche des Kleinkindes, wenig später die der Mutter. Den 39-Jährigen können die Rettungskräfte vorher aus dem brennenden Gebäude retten. Er soll sich in der Nähe der Eingangstür befunden haben.

60 Feuerwehrleute von sechs Feuerwehren der umliegenden Gemeinden kämpfen stundenlang bis zur Erschöpfung gegen die Flammen. Nachbarn versorgen sie mit Kaffee und Tee. Wegen der zahlreichen Glutnester bricht das Feuer am Samstagabend erneut aus. „Es musste dann erneut gelöscht werden“, so ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Schwerin.

Andreas Ebel

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