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00:00 15.02.2018
Michael Berger vom Ortsbeirat Schmarl heißt den neuen Kontaktbeamten willkommen. Quelle: Fotos: Johanna Hegermann (2)/ Frank Melz (1)
Schmarl

Es gibt einen neuen Sheriff in Schmarl: Polizeihauptmeister Bernd Wittwer. Nachdem die Stelle des Kontaktbereichsbeamten in dem Stadtteil für zweieinhalb Jahre vakant war, nimmt nun der 53-Jährige den Platz ein.

Seit diesem Jahr ist Bernd Wittwer der neue Kontaktbeamte in Schmarl

Offiziell ist Wittwer seit dem 1. Oktober für Schmarl verantwortlich. Seit Januar ist er nun im neuen Revier unterwegs. Dabei ist die Aufgabe für den Polizeihauptmeister nichts Neues. Sieben Jahre hat er bereits als Kontaktbeamter in Warnemünde gearbeitet. „Wir haben entschieden, einen leistungsstarken Kollegen hierherzubringen, der viele Erfahrungen hat und relativ schnell weiß, wie seine Aufgaben aussehen“, erklärt Stefan Damrath, Leiter des Polizeireviers Rostock-Lichtenhagen. Für Wittwer ist die Arbeit als Polizist eine Herzensangelegenheit. „Es ist sehr abwechslungsreich. An einem Fließband wollte ich nie stehen.“

Abwechslung bringt auch sein neuer Arbeitsplatz. „Das Klientel ist ein völlig anderes als in Warnemünde. Hier gibt es eine ganz andere Problematik“, erklärt Wittwer. Im Seebad hätten die Einwohner sich vor allem beschwert, wenn sie sich durch Urlauber und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen gestört fühlten. Auch zu schnell fahrende Autos seien dort eine Schwierigkeit. „Hier gibt es eher soziale Probleme“, sagt Wittwer. Schwerpunkte gebe es nicht. „In der Stadt kann alles querbeet passieren. Von häuslicher Gewalt bis zur Sachbeschädigung.“ Doch eigentlich sei es ein ruhiger Stadtteil.

„Ich hatte schon erste Gespräche mit Anwohnern“, sagt der neue Kontaktbeamte. Er soll vor allem ein Ansprechpartner für die Schmarler sein. „Im Gespräch ist auch eine Präsenz-Kontakt-Stunde“, sagt Michael Berger (CDU), der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende. Er ist der Meinung, dass dies gerade eine Versorgungslücke für ältere Menschen schließen würde. „Ich kann mir das vorstellen, wenn es dienstlich einzuhalten ist“, sagt Wittwer zu. Seinen Hauptsitz behält er im Revier. Auf Streife ist er vor allem mit dem Kontaktbeamten von Evershagen unterwegs.

Und schon bei der ersten Begegnung mit dem Ortsbeirat im Schmarler Zentrum wird auch der erste Polizeihauptkommissar Damrath Zeuge eines Diebstahls. Der Einkaufskorb einer Frau wurde samt bezahltem Inhalt gestohlen. „So etwas ist kein typischer Sachverhalt. Das habe ich noch nie erlebt“, sagt Damrath. Doch er weiß, die Polizei erfährt erst von einem Delikt, wenn die Menschen den Vorfall auch anzeigen. „Wenn wir im Ort unterwegs sind, können wir hier als Polizei sofort reagieren“, ergänzt auch Wittwer.

„Das haben die Bewohner vermisst“, sagt auch Ortsamtsleiterin Franka Teubel. „Für die Schmarler ist die Präsenz der Polizei ganz wichtig. Das Gefühl von Ordnung und Sicherheit steht bei den Wünschen der Einwohner weit oben.“ Das habe auch das Ergebnis der kommunalen Bürgerumfrage ergeben. Und auch für das Ortsamt sei es wichtig, einen festen Ansprechpartner bei der Polizei zu haben.

Doch Damrath weiß, dass Sicherheit stark vom subjektiven Gefühl der Menschen abhängig sei. „Hier geht es um die Angst und nicht um die Gefahr an sich“, sagt er. Denn eigentlich gebe es in Schmarl immer weniger Straftaten und Verkehrsunfälle. „Wir haben die Abwesenheit sicherlich bemerkt“, sagt Michael Berger. Umso erfreulicher sei es, dass Wittwer nun in den Straßen Schmarls unterwegs sei.

„Wir sind froh und dankbar.“

Johanna Hegermann

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