Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Aktuelle Beiträge Orkantief „Felix“ sorgt für 120 Einsätze im Landkreis
Nachrichten Polizei-Report Aktuelle Beiträge Orkantief „Felix“ sorgt für 120 Einsätze im Landkreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 12.01.2015
Wattwandern vor der Rügenbrücke: Der Orkan „Felix“ hatte gestern das Wasser im Strelasund weit zurückgedrückt. Quelle: Christian Rödel

Das Orkantief „Felix“ hat die Feuerwehren in Stralsund und dem Landkreis Vorpommern-Rügen am Wochenende in Atem gehalten. Nach Angaben der Rettungsleitstelle des Landkreises habe es auf der Insel Rügen bis gestern Mittag 32 Einsätze gegeben.

Im Stadtgebiet von Stralsund seien aufgrund des Orkans rund 20 Einsätze zu verzeichnen gewesen, sagte ein Sprecher der Leitstelle. Im gesamten Landkreis hätten die Feuerwehren insgesamt 120 mal ausrücken müssen. Es blieb aber bei Sachschäden. Menschen wurden nicht verletzt.

„Im Vergleich zur Insel Rügen hatten wir im Küstenbereich des Festlandes des Landkreises relativ viele Einsätze“, sagte der Sprecher der Leitstelle. Auf Rügen sei die Lage dagegen entspannter geblieben als angenommen. Dies hänge auch mit der Windrichtung Südwest zusammen, aus der „Felix“ über Mecklenburg-Vorpommern hinwegfegte. Der Orkan ist von mehreren Gewittern und einer Kaltfront begleitet worden. Die Feuerwehr war zum Großteil damit beschäftigt, umgestürzte Bäume und abgehobene Dächer zu sichern. In Binz sorgte der Orkan durch einen umgestürzten Baum für einen Verkehrsunfall. In Ralswiek, auf der Bundesstraße 96, fiel ein Baum auf einen PKW. Personen wurden dabei nicht verletzt. Zwischen Serams und Binz sicherten die Kameraden einen Telefonmast, der wegen des Sturms drohte, umzukippen. In Göhren musste die Weihnachtsbeleuchtung von den Kameraden abgenommen werden, da sie drohte, auf die Straße zu fallen. Weil sich ein umgestürzter Baum in einer Baumkrone verfangen hatte, waren die Selliner Kameraden am Sonntag knapp vier Stunden im Einsatz.

Auch die Reederei Hiddensee hatte wegen des Sturms den Fährverkehr zwischen Rügen und Hiddensee bereits am frühen Freitagnachmittag eingestellt. Der Wind habe in Böen die Stärke zehn erreicht und stehe genau auf Schaprode. „Das hat dazu geführt, dass wir Schwierigkeiten hatten, mit unseren Schiffen an- und abzulegen. Die Fähre Vitte hat eine Viertelstunde gebraucht, bis sie fest am Anleger lag“, sagte Sabine Schmidt, Geschäftsführerin der Reederei. Am Sonntag erfolgte nur die Abfahrt ab Kloster um 12.30 Uhr, ab Vitte um 12.50 Uhr und ab Neuendorf um 13.30 Uhr sowie ab Schaprode um 14 Uhr. Danach stellte die Reederei Hiddensee den Fährverkehr von und zur Insel Hiddensee wieder ein.

Für ein besonderes Schauspiel sorgte „Felix“ am Strelasund: Dort hatte sich das Wasser durch die Windrichtung soweit zurückgezogen, dass sich einige Spaziergänger gestern früh vor der Welterbekulisse zum „Wattwandern“ aufmachten. bfi/bü



OZ

Anzeige