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08:24 31.01.2018
Der Wolgaster Hartmut Blunk fühlt sich hilflos. Seit Monaten macht ihm ein Reifenstecher das Leben schwer. Quelle: Tom Schröter
Wolgast

Immer, wenn Hartmut Blunk morgens zu seinem Auto geht, begleitet ihn ein mulmiges Gefühl. Seit etwa einem halben Jahr macht ihm und weiteren Anwohnern der Robert-Koch-Straße in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ein Reifenstecher das Leben schwer.

„Es begann im August vorigen Jahres“, berichtet Hartmut Blunk, der für seinen VW Passat von der Wolgaster Wohnungswirtschafts GmbH (WoWi) einen Stellplatz an der Makarenkostraße gemietet hat. „An meinem und an vier weiteren Autos waren über Nacht jeweils zwei Reifen zerstochen worden.“

Von nun an sei es regelmäßig zu weiteren Attacken gekommen. „Immer wieder waren morgens ein oder zwei Reifen an den Autos kaputt. Auch Fahrräder waren betroffen“, erzählt der 63-Jährige, der bald entschied, sich nachts auf die Lauer zu legen.

Mit Erfolg: „Am 19. August 2017 gegen 1.35 Uhr beobachteten ich und meine Frau vom Fenster unserer Wohnung aus, wie eine Person zu unserem Auto schlich und sich zu einem der Räder runter beugte“, schildert der frühere Kfz-Werkstattmeister.

Das nächtliche Treiben hatte ein juristisches Nachspiel. Am 11. Januar 2018 wurde der betreffende ältere Mann vom Amtsgericht Greifswald wegen versuchter Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen á 30 Euro verurteilt.

Die Reifenstecherei ging trotzdem weiter.  „Inzwischen wurden an meinem Auto insgesamt 17 Reifen zerstört“, so Hartmut Blunk. „Das Tatmuster ist immer gleich: Mit einem spitzen Gegenstand wird seitlich in den Reifen gestochen, so dass keine Reparatur möglich ist.“ Die Polizei konnte bisher die Tatserie nicht stoppen. Die Betroffenen fühlen sich im Stich gelassen.

Schröter Tom

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