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Rekord: So viele Einsätze hatte die Feuerwehr noch nie

Grevesmühlen Rekord: So viele Einsätze hatte die Feuerwehr noch nie

137-mal rückten die Grevesmühlener Kameraden 2017 aus / Landesbrandmeister: „Wir sind nicht Mädchen für alles!“

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Wurden in den aktiven Dienst der Grevesmühlener Feuerwehr aufgenommen: (v. l.) Daniel Till, Björn Kranich und Karsten Wulff.

Quelle: Foto: Jana Franke

Grevesmühlen. Die Freiwillige Feuerwehr Grevesmühlen sei eine verlässliche Größe im Landkreis, die qualifizierte Hilfe bietet. Mehr Lob von Kreisbrandmeister Torsten Gromm und vom stellvertretenden Landrat Mathias Diederich geht kaum. Verdeutlicht hatten beide das am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung der Kameraden. Die Einsatzzahlen im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig die Feuerwehr für die Stadt und darüber hinaus ist. Mit 137 Einsätzen ist nicht nur die Anzahl gestiegen, sondern auch ein Rekord geknackt, führte Wehrführer Steve Klemkow aus.

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137-mal rückten die Grevesmühlener Kameraden 2017 aus / Landesbrandmeister: „Wir sind nicht Mädchen für alles!“

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„Es ist die höchste Anzahl von Einsätzen seit Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Grevesmühlen.“

Ein kleines Aber bleibt: Unter den Einsätzen mit insgesamt 2252,5 Stunden waren 49 Brandeinsätze und 87 Hilfeleistungen – darunter 29 Sturmschäden, 15 Ölspuren und 22 Türöffnungen. Gerade Ölspuren und Türöffnungen bereiten Landesbrandmeister Hannes Möller Bauchschmerzen. „Viele Einsätze haben bei der Feuerwehr nichts zu suchen. Wir sind nicht Mädchen für alles“, verdeutlichte er. Die Kameraden müssten zwar gefordert, aber nicht überfordert werden. Ähnlich sieht es Amtswehrführer Andreas Arndt. „Wenn jemand hinter einer verschlossenen Tür um Hilfe ruft, dann kann kein Schlüsseldienst gerufen werden. Das ist klar“, erläuterte er. In anderen Fällen aber schon. Zudem würde die Feuerwehr im Falle von Ölspuren nur absichern, bis eine Spezialfirma zwecks Beseitigung anrückt. „Das könnten auch andere machen“, meinte er. Mit der ehrenamtlichen Arbeit der Kameraden müsse verantwortungsvoll umgegangen werden, sagte Hannes Möller abschließend.

Der größte Einsatz für die Grevesmühlener Kameraden war der Brand im ehemalige Sägewerk.63 Feuerwehrleute waren in jener Septembernacht im Einsatz, neben Grevesmühlen auch Dassow, Plüschow und Börzow/Gostorf. Nicht vergessen werden die Grevesmühlener auch den Tag vor Heiligabend auf dem Arla-Gelände in Upahl. Ein Lkw-Fahrer wurde von seinem Fahrzeug überrollt, starb und musste geborgen werden. Das zu verarbeiten ist nicht immer einfach. „Nach derartigen Einsätzen sitzen wir immer zusammen und reden darüber“, erklärte Steve Klemkow. Aber nicht jeder stecke das einfach weg. „Wir hatten eine Kameradin, die nach einem Todesfall ausgetreten ist“, berichtete er.

Kaum erwarten können die Blauröcke den Tag, an dem sie ihr neues Einsatzfahrzeug aus Ulm holen – Ende Februar. Dafür wird ein Auto aus dem Jahr 1979 „in Rente geschickt“. 385000 Euro kostet das neue Tanklöschfahrzeug. Die Stadt geht in Vorkasse, bekommt aber von Land und Landkreis je ein Drittel wieder.

Ehrungen und Aufnahmen

Nach einem Jahr Probezeit in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Grevesmühlen aufgenommen wurden Björn Kranich, Daniel Till und Karsten Wulff. Die beiden Letztgenannten wurden zeitgleich zum Feuerwehrmann befördert. Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Jan Kleinschmidt, Steffen Körner und Marko Maroßek. Marcel Schernau, Robin Lokaitis und Björn Kranich sind zum Hauptfeuerwehrmann befördert worden.

20 Jahre im Dienst der Feuerwehr sind Frank Brauer, Sven Esemann, Matthias Grönkowski und Michael Röhl. Für besonderes Engagement erhielten Frank Brauer, Stefan Kleine und Matthias Grönkowski ein Dankeschön.

Jana Franke

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