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Aktuelle Beiträge Schönwalde: Kuchen in Paket löst Chemie-Alarm aus
Nachrichten Polizei-Report Aktuelle Beiträge Schönwalde: Kuchen in Paket löst Chemie-Alarm aus
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00:13 15.03.2018
Mit Schutzanzügen holten Feuerwehrleute das verdächtige Paket aus dem Postwagen. FOTOS (3): PETER BINDER

Alarm gestern Vormittag gegen 10.20 Uhr im Greifswalder Puschkinring: Aus einem Postpaket sei Flüssigkeit ausgelaufen, ein junger Postbote habe sich die Hände verätzt, hieß es von der Pressestelle des Landkreises.

Bilder wie beim Giftgasanschlag in London - Verdacht auf Gefahrgut

Bilder wie beim Giftgasanschlag von London boten sich den Anwohnern in Schönwalde II. Der Gefahrgutzug der Greifswalder Berufsfeuerwehr war mit drei Wagen angerückt, auch Rettungskräfte und Polizisten standen am Einsatzort. Nur ein paar Meter hinter dem abgestellten DHL-Postwagen, in dem das verdächtige Paket lag, bauten die Einsatzkräfte ein Zelt mit Dekontaminations-Dusche auf:

Etwaige Schadstoffe von den Schutzanzügen der Einsatzkräfte sollten damit abgewaschen werden.

„Wir müssen erstmal von der höchsten Gefährdung ausgehen“, erklärte Einsatzleiter Ralf Hering von der Berufsfeuerwehr vor Ort. „Säure, Lauge oder eine andere gefährliche Chemikalie könnten in dem Paket sein.“ Gegen 11.30 Uhr ein erstes Ergebnis: „Wir haben keine gefährliche Chemikalie gemessen“, sagte Hering. In speziellen Schutzanzügen hatten zwei Feuerwehrleute das Paket aus dem Lieferwagen geholt. Von weiteren Spezialisten wurde es untersucht und schließlich geöffnet.

Der 18-jährige Postbote, der das Paket am Vormittag im Puschkinring ausliefern wollte, wurde zeitgleich von Sanitätern behandelt. „Mir geht es schon wieder ganz gut, es war vielleicht mehr der Schock“, sagte er danach mit blassem Gesicht. Als er das Paket am Morgen in den Lieferwagen gepackt habe, sei ihm aufgefallen, dass der Karton aufgeweicht aussehe. „Danach sind meine Hände angeschwollen.“ Er habe sie gewaschen und sei zum Ausliefern losgefahren, „aber dann hab ich gemerkt, dass meine Hände total jucken“, erzählte er. Seine Chefin alarmierte daraufhin die Rettungsleitstelle. „Wir wussten ja nicht, was im Paket ist.“ Gegen Mittag stand fest: Es war ein Kuchen, verschickt von einem Hamburger Absender. „Der Postbote hat offenbar auf irgendetwas in dem Paket allergisch reagiert“, hieß es von der Pressestelle der Polizei. Nicht nur an den Händen, auch an seinen Füßen hätten sich noch Quaddeln gebildet. „Er wird sich weiteren ärztlichen Untersuchungen unterziehen müssen.“

Nach Angaben von Einsatzleiter Hering hat die Berufsfeuerwehr im vergangenen Jahr im Real-Markt einen ähnlichen Fall erlebt – allerdings mit anderem Ausgang. „Dort befand sich im Paket eine gefährliche Substanz, die man gar nicht hätte verschicken dürfen“, erinnert sich Hering. „Und sie war auch nicht deklariert.“ Einige Angestellte hätten schon unter gereizten Atemwegen gelitten. Im Schnitt habe es die Berufsfeuerwehr etwa ein bis zwei Mal im Jahr mit Paketen zu tun, die wegen des Verdachts auf Gefahrgut von Spezialisten untersucht werden müssen.

Sybille Marx

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