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Aktuelle Beiträge Stichflamme verletzt drei Frauen
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00:01 13.12.2017
Nach dem Unfall untersuchte die Polizei den Grill, um die Ursachen für die Verpuffung zu finden. Quelle: Fotos: Stefan Tretropp (2), Marko Luptscho
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Noch sind die genauen Umstände nicht geklärt, die am Montagabend in einem Restaurant in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt zum Unglück geführt haben.

Feuer in Restaurant: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung und Körperverletzung

„Die Zusammenarbeit funktionierte optimal.

Bert Werner

Notarzt

Verbrennungen

4 Stufen gibt es bei der Unterscheidung von Verbrennungen. Grad 1 ist eine oberflächliche Verbrennung. Bei einer Verbrennung von Grad 2 ist die Haut oberflächlich bis tief verbrannt, und es kommt oft zur Blasenbildung. Die Grade 3 und 4 sind schwere und schwerste Verbrennungen.

Durch eine Verpuffung mit einer enormen Stichflamme an einem Grill erlitten drei Frauen im Alter von 57, 60 und 65 Jahren zum Teil so schwere Verbrennungen, dass zwei von ihnen in eine Spezialklinik nach Lübeck gebracht werden mussten (die OZ berichtete). Bisher deutet nach Polizeiangaben alles auf den Fehler einer Mitarbeiterin hin.

Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 18.35 Uhr, als das Restaurant gut besucht war. Einer der Anziehungspunkte dort ist ein fest installierter Grill. Nach ersten Ermittlungen sei der Brand auf den unsachgemäßen Umgang mit einem flüssigen Anzünder zurückzuführen, teilt die Polizei mit. Eine Angestellte habe versucht, ein Feuer auf dem Grill anzuzünden. Dabei soll sie nicht beachtet haben, dass der Grill noch nicht abgekühlt war.

In solchen Fällen gebe es schon beim Öffnen der Flasche schlagartig eine Verpuffung und eine enorme Stichflamme, erläutert Stefan Kieckhöfer, Sprecher der Rostocker Feuerwehr. Er kann nur immer wieder darauf hinweisen, beim Einsatz solcher Anzünder die Warnhinweise der Hersteller zu beachten. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit – mit brennenden Kerzen auf Adventskränzen – sei beim Umgang mit offenem Feuer ganz besondere Vorsicht geboten.

Im Fall der Stichflamme seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, betont Polizeisprecherin Dörte Lembke: „Wir ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung und der fahrlässigen Körperverletzung.“ Im Restaurant entstand nur geringer Sachschaden, zwei der drei betroffenen Frauen wurden dagegen erheblich verletzt.

Dr. Bert Werner war der Notarzt, der zuerst am Unglücksort eintraf und somit die Funktion des Leitenden Notarztes übernahm. Besonderes Augenmerk legte er auf die beiden Frauen, die als „Schwerstbrandverletzte“ eingestuft wurden. „Gesicht, Hals, Oberkörper und Hände waren mit Verbrennungen dritten Grades versehen“, sagt Werner. Wie er weiter betont, wurde eine Frau direkt ins Schwerbrandverletztenzentrum der Uniklinik Lübeck gefahren. Der in Rostock stationierte Hubschrauber stand am Unglücksabend nicht zur Verfügung. „Er konnte aufgrund der Witterung – es schneite – leider nicht fliegen.“ Die zweite, deutlich schwerer betroffene Frau, wurde von den Rettungskräften in der Rostocker Unimedizin in Narkose versetzt und erstversorgt. „Zeitversetzt haben wir auch sie aufgrund der Schwere und Lokalisation der Verbrennung an Gesicht und Hände nach Lübeck verlegen müssen“, schildert Werner weiter.

Trotz der Hektik und Dramatik am Einsatzort lobt der Leitende Notarzt die „optimale Versorgung der Opfer“. Die Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst, Universitätsmedizin und der Spezialklinik habe hervorragend funktioniert. „Ein ganz großes Lob an dieser Stelle“, so Werner abschließend.

Thomas Niebuhr und Stefan Tretropp

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