Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -5 ° Schneeschauer

Navigation:
Stock-Car: Polizei im Dauereinsatz

Grimmen Stock-Car: Polizei im Dauereinsatz

Beamte leiteten am Renn-Wochenende 44 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein

Voriger Artikel
Schlägerei zwischen Jugendlichen im Zentrum der Stadt
Nächster Artikel
Parkplatzunfall entlarvt alkoholisierten Autofahrer

Stock-Cars, so weit das Auge reicht. Am Rande der Rennen am Wochenende in Grimmen stellte die Polizei diverse Verkehrssünder fest.

Quelle: Foto: Raik Mielke

Grimmen. Der Riesenspaß im Grimmener Hexenkessel – er wurde am Wochenende etwas getrübt. Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot die ersten Stock-Car-Rennen des Jahres begleitete, erwischte etliche Fahrer und Gäste, die sich nicht an die Regeln hielten.

OZ-Bild

Beamte leiteten am Renn-Wochenende 44 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein

Zur Bildergalerie

Gleich fünf Beteiligte wurden aus dem Verkehr gezogen, weil sie Drogen genommen hatten. Zwei Männer waren stark alkoholisiert unterwegs. So hatte ein Radfahrer 1,67 Promille intus und ein Pkw-Fahrer saß mit 1,13 Promille hinterm Steuer. Vier Personen wurden laut Polizei ohne Fahrerlaubnis erwischt – und an zwei Fahrzeugen wurden falsche Kennzeichen festgestellt. Drei Autos waren zudem nicht versichert. Zudem leiteten die Beamten am Rennwochenende zwischen Freitag und Sonntag 44 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. Davon waren 13 Bußgeldverfahren, 31 Mal wurden Verwarngelder verhängt, wie die Polizeiinspektion Stralsund gestern mitteilte. Die Liste der Verfehlungen ist lang: Mal fehlten Dokumente, mal Warnwesten, mal waren Termine für Hauptuntersuchungen abgelaufen.

Bei der Kontrolle eines 27-Jährigen aus Demmin stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag – offenbar weil er Geld schuldete. Nachdem der Mann bezahlt hatte, konnte er gehen.

Außerdem nahm die Polizei drei Anzeigen wegen Körperverletzungen und eine Anzeige wegen Diebstahls eines Handys auf.

Schlimmster Vorfall war eine Schlägerei, an der vier Männer beteiligt waren. Einem 31-Jährigen war dabei am Samstagabend ein Zahn ausgeschlagen worden (die OZ berichtete). Die zwei Verdächtigen, die auf den Mann eingeprügelt haben sollen, standen laut Polizei unter Alkohol-Einfluss.

Vor allem, dass einige unter Promille-Einfluss unterwegs waren, ist auch Benno Rüster ein Dorn im Auge. „Ich habe kein Verständnis für Leute, die alkoholisiert vom Stockcar-Gelände fahren“, sagt der Vorsitzende der 1. Grimmener Stockcar-Legion und Grimmener Bürgermeister. Dass Kraftfahrer mit Alkohol im Blut erwischt wurden, zeige, wie notwendig die Kontrollen seien. Die Kontrollen seien übrigens schon im Vorfeld bekannt gewesen, sagt Rüster. Es würde sich sehr negativ auf die Veranstaltung und den Ruf der Organisatoren auswirken, wenn im Nachgang Unfälle wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss in Zusammenhang mit den Rennen passieren würden.

„Während unserer Rennveranstaltungen werden generell stichprobenartig Atemalkoholtests der Fahrer genommen. Die jungen Fahrer werden sogar ausnahmslos geprüft“, sagt Benno Rüster. Aber am vergangenen Wochenende sei niemand von den Teilnehmern mit einem Alkoholspiegel festgestellt worden, betont er.

Die Beamten des Grimmener Polizeireviers wurden bei ihren Kontrollen unterstützt von Beamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Grimmen, des Polizeihauptreviers Stralsund und des Polizeireviers Barth.

Almut Jaekel und Peter Franke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
1. Mai in Stralsund: Polizei „kesselt“ Gegendemonstranten ein. Für ihr Vorgehen stehen die Beamten in der Kritik.

Experte zu Stralsunder Polizeieinsatz gegen linke Gegendemonstranten: „Äußerst problematisch“.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge