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Streit um Geld: 79-Jähriger soll heimtückischer Mörder sein

Waren Streit um Geld: 79-Jähriger soll heimtückischer Mörder sein

Nach dem Mord an einer Warener Rechtsanwältin wurde gegen den Verdächtigen Haftbefehl erlassen. Er sitzt in U-Haft.

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In dieser Kanzlei in Waren an der Müritz ist am Donnerstag eine Rechtsanwältin getötet worden.

Quelle: Dietmar Lilienthal

Waren. Sollte der Mann schuldig sein, wäre er wohl einer der ältesten Mörder in Mecklenburg-Vorpommern: Ein 79-Jähriger soll am Donnerstag in Waren (Müritz) eine Rechtsanwältin in ihrer Kanzlei erschossen haben (die OZ berichtete). Der Verdächtige wurde noch am selben Abend in seiner Wohnung festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg mit. Am Freitag erließ das Amtsgericht Waren Haftbefehl wegen Verdachts auf heimtückischen Mord.

 

Waffe noch nicht gefunden

„Der Mann ließ sich ohne Widerstand festnehmen“, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Er bestreite die Tat. Der Mann besitzt keinen Waffenschein, die Waffe wurde noch nicht gefunden. Weil nach Ansicht des Gerichts Fluchtgefahr besteht, muss der Verdächtige in Haft. Er sollte noch gestern in die JVA Neubrandenburg überführt werden. Auf seine Spur kamen die Ermittler nach Auswertung von Zeugenaussagen und weiterer Hinweise. In seiner Wohnung, in der er allein lebte, wurden mehrere mögliche Beweisstücke sichergestellt.

Zeugen hörten drei Schüsse

Laut Staatsanwaltschaft wird der 79-Jährige dringend verdächtigt, Gabriele B. am Donnerstag gegen 11.45 Uhr in ihrer Kanzlei aufgesucht und dort mit mehreren Schüssen niedergestreckt zu haben. Die rechtsmedizinische Untersuchung bestätigte, dass die Frau durch die Kugeln starb. Wie viele Schüsse abgefeuert wurden, welche davon trafen und zum Tode führten, wollte Zeisler nicht sagen. Zeugen hatten zuvor berichtet, sie hätten drei Schüsse gehört. Weil die Anwältin nach bisherigen Erkenntnissen zum Tatzeitpunkt alleine in ihrer Kanzlei war und nicht mit dem Angriff habe rechnen können, sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Das Motiv für den Mord könnten laut Zeisler „langjährige vermögensrechtliche Auseinandersetzungen“ zwischen dem Verdächtigen einerseits und der Anwältin und ihrem Ehemann andererseits gewesen sein.

Verdächtiger war kein Mandant von Gabriele B.

Worum es dabei genau ging, sagte er nicht. Es seien noch weitere Ermittlungen nötig. Der Streit habe jedoch nichts mit der anwaltlichen Tätigkeit des Opfers zu tun gehabt. Der Verdächtige war laut Oberstaatsanwalt Zeisler auch kein Mandant von Gabriele B.

Einbruch in Warener Geschäftshaus

In das Geschäftshaus, in dem auch die Kanzlei untergebracht ist, war laut Medienberichten vor wenigen Wochen eingebrochen worden. Dabei wurden Eingangstüren in zwei Etagen aufgebrochen, darunter auch zum Anwaltsbüro. Die Beute soll nur sehr gering gewesen sein. Ob ein Zusammenhang zu dem Mord besteht, ist unbekannt.

Trauer-Licher für das Opfer

Am Freitag entzündeten Bekannte des Opfers vor dem Haus am Rande der Warener Altstadt Trauer-Lichter für die Ermordete.

Fischer Benjamin

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