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Aktuelle Beiträge Strohlagerhalle und Autos brennen ab
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00:00 13.08.2018
Vier Fahrzeuge brannten völlig aus. Zwei weitere Autos wurden durch die Hitzentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Foto: Feuerwehr Dranske
Nadelitz/Nonnevitz

Den Brandschützern auf der Insel wurde am Wochenende alles abverlangt. Am Sonnabend und Sonntag kämpften sie mit vereinten Kräften ununterbrochen gegen das Feuer, das in einem Landwirtschaftsbetrieb in Nadelitz bei Putbus wütete. Zuvor hatte ein 70 mal 8 Meter großes Stallgebäude in Flammen gestanden. In dem von dem Unternehmen als Lagerhalle genutzten Gebäude waren bis zu 800 Strohballen untergebracht. Der Stall, der mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet war, wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Und damit nicht genug:

Großeinsatz der Wehren in Landwirtschaftsbetrieb in Nadelitz und am Campingplatz Nonnevitz

Gestern Nacht mussten drei Feuerwehren auch im Inselnorden ausrücken, weil auf dem Parkplatz am Campingplatz Nonnevitz (Gemeinde Dranske) mehrere Autos brannten.

Bei dem Großbrand in Nadelitz waren insgesamt zehn freiwillige Feuerwehren der Insel im Einsatz. „Zu Spitzenzeiten waren hier 80 Feuerwehrleute vor Ort. Zählt man die ausgewechselten Kräfte mit, waren es bis zu 110“, berichtete Einsatzleiter und Wehrführer der Putbusser Wehr, Sebastian Götte.

Um 3.40 Uhr wurden die Rettungskräfte am Sonnabend alarmiert. Schon da zeigte sich schnell das ganze Drama des Brandes. Der Stall habe bereits lichterloh gebrannt, sagt Daniel Hartlieb. Der Binzer Wehrführer war mit zuerst am Unglücksort eingetroffen. Neben den Wehren aus Putbus, Binz und Bergen rückten kurz darauf auch die aus Zirkow und Lancken-Granitz an. 7000 Liter Wasser hatten die Binzer in ihrem Tanklöschfahrzeug mitgeführt. „Die waren schnell weg“, so Hartlieb. Einige Brandschützer haben dann eine Wasserversorgung aus dem Löschteich Nadelitz sichergestellt. „Das ging sehr gut und schnell“, so Hartlieb. Mit zwei Drehleitern sei das angrenzende Gebäude geschützt worden. Menschen und Tiere mussten nicht gerettet werden. Allerdings: Da die Flammen auf ein daneben befindliches Stallgebäude überzuschlagen drohten, brachten die Mitarbeiter des Betriebes eine darin untergebrachte Kuh samt Kalb und die ebenfalls dort untergestellte Technik ins Freie. Dann seien die Heuballen mit mehreren Radladern aus der Halle geholt und langwierig gelöscht worden. Inzwischen waren weitere Wehren aus Sehlen und und Garz zur Hilfe geeilt. Um zwischendurch Kräfte abzulösen, kamen am Nachmittag die Wehren aus Göhren, Middelhagen und Baabe zur Unterstützung.

Für die Binzer Kameraden kam Nachschub aus dem eigenen Ostseebad. Für sie war der Einsatz nach 29 Stunden beendet. Es war bereits der 103. in diesem Jahr. „Im gesamten letzten Jahr hatten wir 107“, macht Wehrführer Hartlieb die Einsatzfülle deutlich. Zum Nachdenken komme man bei den Einsätzen gar nicht. „Nur zum Abarbeiten von dem, was man gelernt hat“, so Hartlieb. „Die Zusammenarbeit der Feuerwehren war total stark“, lobt der Binzer Wehrführer und ebenso die tolle Versorgung vor Ort. „Wir hatten Obst und Süßigkeiten und die Putbusser Bürgermeisterin hat uns Bockwurst gebracht.“

Die Feuerwehr Putbus war auch gestern noch am Einsatzort zu Nachlöscharbeiten. „Da die Heuballen sehr komprimiert sind, sind immer wieder Glutnester da, die gelöscht werden müssen“, erklärte Wehrführer Sebastian Götte. Die Polizei schätzt den Schaden gegenwärtig auf 350000 bis 500000 Euro. Der Kriminaldauerdienst aus Stralsund hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Betroffen ist der Landwirtschaftsbetrieb GmbH Lauterbach & Co. KG. Geschäftsführerin Ulrike Böttcher war gestern telefonisch nicht zu erreichen.

Ein geschätzter Schaden von rund 100000 Euro entstand in der Nacht zu Sonntag, als auf dem Parkplatz beim Regenbogencamp Nonnevitz vier Autos völlig ausbrannten. Gegen 0.10 Uhr hatte die Rettungsleitstelle einen Brand von einem Fahrzeug gemeldet. Ein Transporter hatte aus unbekannten Gründen Feuer gefangen. Doch als die Brandschützer am Campingplatz eintrafen, hatte sich das Feuer bereits weiter durchgefressen. Durch den starken Westwind waren noch weitere Fahrzeuge entzündet worden, informierte die Feuerwehr aus Dranske. Drei brannten bereits in voller Ausdehnung, das vierte Auto fing Feuer. Neben den vier ausgebrannten Wagen wurden noch zwei weitere Autos durch die große Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Die freiwilligen Feuerwehren aus Dranske, Altenkirchen und Wiek konnten die Brände bis 1 Uhr mit Wasser und Schaum löschen. Personen kamen nicht zu schaden. Am frühen Sonntagmorgen war die Dransker Wehr erneut alarmiert worden, um die Fahrzeuge mit Wasser vom Schaum zu befreien.

Nach Polizeiangaben müssen die Fahrzeuge noch identifiziert werden. Ein Zeuge habe erklärt, dass er den Transporter brennen sah. Personen habe er aber nicht erkennen können. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Kriminalpolizei übernommen.

Gerit Herold

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