Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Tierische Alarmmelder: Mini-Krebse im Trinkwasser

Rostock Tierische Alarmmelder: Mini-Krebse im Trinkwasser

Der Rostocker Wasserversorger Eurawasser setzt jetzt Bachflohkrebse ein, um Verunreinigungen und Schadstoffe im Wasser rechtzeitig zu entdecken. Die Tiere kommen im Wasserwerk an der Warnow zum Einsatz.

Voriger Artikel
Männer sterben nach Stromschlag an Bahnhof
Nächster Artikel
Mutter sturzbetrunken aus dem Verkehr gezogen

Gestatten, Gammarus Pulex: Im Rostocker Wasserwerk prüfen kleine Krebse die Wasserqualität.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Schadstoffe aus der Landwirtschaft, Gifte oder auch Verunreinigung: Um die Verbraucher besser und schneller vor möglichen Gefahren im Trinkwasser schützen zu können, setzt der Versorger Eurawasser auf tierische Senoren. Rund 300 winzige Bachflohkrebsen überwachen seit wenigen Tagen die Qualität des Rostocker Wassers. „Sie reagieren sofort und unmittelbare auf Öl im Wasser, auf Gifte und sogar auf Pflanzenschutzmittel. Und zwar auf allerkleinste Mengen“, so Thomas Panwitt, Leiter des Rostocker Wasserwerkes. Alle bisherigen technischen Sensoren würden immer nur auf einzelne Parameter reagieren: „Der Technik kann was entgehen, den Krebsen nicht.“ Die Tiere signalisieren durch ihre Bewegung Gefahr, die Leitwarte kann dann die Wasserentnahme aus der Warnow stoppen und Proben entnehmen. „Die Tiere sind immer eine Woche im Einsatz, werden dann abgelöst und haben eine Woche Urlaub.“ Tierschützer hätten bisher keine Bedenken gegen den Einsatz der Krebse als Bio-Sensoren angemeldet, sagt Eurawasser.

 

Andreas Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
«Kein zweiter Knut»
Die Eisbärin Tonja hat ihr Junges ganz nah bei sich.

Jahre nach dem berühmten Knut kam der kleine Fritz - und starb überraschend: Berliner Eisbären haben Tierfans in der Vergangenheit ein emotionales Auf und Ab beschert. Nun geht die Geschichte weiter.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge