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00:00 02.06.2017
Wohnungsbrand in Tribsees: In der unteren Etage der Anlage für betreutes Wohnen ist am Mittwochabend ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. FOTOS (4): MARLIES WALTHER

Tribsees. Den Mietern der Anlage für Betreutes Wohnen in Tribsees steckte am Donnerstagmorgen der Schreck immer noch in den Knochen. Am Abend zuvor hatte sich in der untersten Etage des Hauses der Richtenberger Wohnungsbaugesellschaft ein Brand ereignet. Und über den Auslöser wird heftig diskutiert. Denn Ursache für das Feuer ist nach Polizeiangaben eine defekte Waschmaschine.

Bei dem Wohnungsbrand entstand ein Schaden von rund 25000 Euro / Verletzt wurde niemand

In der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, lebt eine 71-jährige Rentnerin mit ihrem 74-jährigen Ehemann „Wir waren gerade mit dem Essen fertig. Unsere Waschmaschine steht im Badezimmer“, erzählte die Seniorin gestern. Dass von dem Gerät ein Brand ausgehen könnte, hätte sie sich nie im Leben vorstellen können. Die Nacht haben die Eheleute bei der Tochter verbracht, die sich auch gestern um ihre Eltern kümmerte.

Am Mittwoch gegen 18.15 Uhr war die Polizei über den Brand im Tribseeser Verbindungsweg informiert worden. Wenig später wurde das Feuer von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Tribsees und Hugoldsdorf mit insgesamt 22 Kameraden gelöscht.

„Die Feuerwehr ist auch wirklich sehr schnell da gewesen“, sagte Jens Ranft, der am Abend den Notruf gewählt hatte. Wie der 52-Jährige schilderte, war er gerade bei seiner Lebensgefährtin Angela Jahl zu Besuch, als ihn eine andere Bewohnerin in der oberen Etage um Hilfe bat, weil es bei ihr aus dem Lüftungsschacht qualmte. Als Ranft die Lüftungsklappe von der Wand nahm, ahnte er, dass sich der Rauch offenbar über den Schacht aus der darunterliegenden Wohnung seinen Weg gebahnt hatte. Der gelernte Landmaschinenschlosser, der früher selbst mal bei der Feuerwehr war, zögerte nicht lange und griff zum Telefon. Als er wenig später in den unteren Flur kam, sei ihm schon der Qualm entgegengeschlagen.

Sechs Minuten nach der Alarmierung war die Freiwillige Feuerwehr Tribsees, deren Zentrale sich ebenfalls im Verbindungsweg befindet, bereits auf dem Weg – nur eine Minute später am Einsatzort. „Noch am Tag zuvor waren wir zu einer Brandverhütungsschau im Awo-Seniorenheim“, blickte Feuerwehr-Chef Oliver Habel zurück und nannte es eine „Ironie des Schicksals“. Dann, nur einen Tag später die Alarmierung.

„Als wir eintrafen, war alles stark verqualmt. Wir haben einen Trupp mit schwerem Atemschutz eingesetzt“, erklärte Habel. Nachdem die Ursache gefunden und der Brand gelöscht war, sorgte die Feuerwehr für eine gründliche Durchlüftung. Für die Mannschaft von Habel war es der vierte Einsatz in diesem Jahr.

„Wichtig ist, dass niemand verletzt wurde“, sagte der 31-Jährige. Ebenso erleichtert zeigte sich auch Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU). „Wir sind alle sehr froh, dass niemandem etwas passiert ist“, meinte der 52-Jährige. Auch Nachbarin Angela Jahl (52), die in dem Haus schon einen Blitzeinschlag erlebt hat, ist dankbar für alle Schutzengel. Dass es auch hätte anders ausgehen können, wenn der Brand nicht rechtzeitig entdeckt worden wäre, werde einem erst hinterher so richtig klar, überlegte die Frau. In dem Gebäude befinden sich insgesamt 30 Wohnungen. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf rund 25000 Euro.

In Vorpommern hatte erst am Montag ebenfalls ein technisches Gerät einen Wohnungsbrand ausgelöst. Ursache für das Feuer in der Gemeinde Weitenhagen bei Greifswald mit einem Schaden von 15000 Euro war ein Wäschetrockner.

Marlies Walther

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