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00:05 10.06.2017
Das Kreuzfahrtschiff „Albatros“ fährt in den Wismarer Hafen ein. Begleitet wird es von einem Schlepper.   FOTOS (3): MICHAELA KROHN
Wismar

Die Ostsee ist ruhig, die Morgensonne scheint, es sind knapp 20 Grad, vom zuvor angekündigten Gewitter keine Spur – perfektes Wetter für das Kreuzfahrtschiff MS „Albatros“, um im Wismarer Seehafen festzumachen. Der Kreuzliner, der seinen Heimathafen in Nassau auf den Bahamas hat, kam gestern Morgen aus dem polnischen Stettin, blieb etwa bis 20 Uhr gestern Abend und legte dann in Richtung Dänemark wieder ab. Weil das Fahrwasser vor Wismar aber recht eng ist, bekommen alle Kreuzfahrtschiffe Begleitschutz von der Wasserschutzpolizei.

Drittes Kreuzfahrtschiff der Saison legt im Hafen an / Wasserschutzpolizei sorgt für Begleitschutz

Volker Griega ist schon seit 1981 bei der Wasserschutzpolizei und fast genauso lange auch Seebootführer. Kündigt sich in Wismar ein Kreuzliner an, fährt er mit seiner fünf Mann starken Besatzung auf dem 25 Meter langen Küstenstreifenboot „Hoben“ raus und nimmt ihn im Empfang. Zwei der fünf Männer müssen bereit sein, falls das Schlauchboot, das auf der „Hoben“ mit transportiert wird, zum Einsatz kommen muss.

MS „Albatros“ läuft früh ein

Gestern Morgen lief alles ruhig. Die „Albatros“ lief allerdings fast zwei Stunden früher ein als erwartet – bei guten Bedingungen auf dem Wasser nichts Ungewöhnliches. „In der Regel fahren wir bis vor Poel auf die Ostsee raus und geben dann Begleitschutz für eine störungsfreie Fahrt“, sagt Silvio Wiegert, Leiter der Wasserschutzpolizei Wismar.

„Wir halten das Fahrwasser frei, bis das Schiff angelegt hat“, bestätigt Polizeioberkommissar Volker Griega. Anschließend gibt die Wasserschutzpolizei dem Schiff den sogenannten Objektschutz. „Wir bewachen die Kreuzliner dann, solange sie im Hafen liegen und fahren auch Streife im Hafenbereich“, sagt der 59-Jährige.

Die „Albatros“ ist ein verhältnismäßig kleines Kreuzfahrtschiff mit einer Länge von 205,46 Metern, einer Breite von 24,22 Metern und einem Tiefgang von 7,55 Metern. Zum Vergleich: Das neueste Schiff der Reederei Aida Cruises, die „Aidaperla“, wurde diesen Monat in Dienst gestellt (die OZ berichtete) und ist fast 300 Meter lang und über 37 Meter breit.

Schlepper schiebt an

Die 1972 gebaute „Albatros“ wird bei der Einfahrt allerdings nicht nur von den Beamten der Wasserschutzpolizei begleitet. Auch ein Schlepper fährt mit, um bei schwierigen Manövern eingreifen zu können. Gestern Morgen hatte der Kreuzliner bei idealen Wetterbedingungen keine Probleme.

Ein Segler, der etwas zu dicht am Schiff vorbeifuhr, wurde jedoch von der Polizei gebeten, etwas mehr Abstand zu halten. Denn: Die „Albatros“ musste im Hafenbecken drehen und das letzte Stück rückwärts „einparken“. Nur dabei half der Schlepper kurz, indem er mit seinem Bug gegen eine Seitenwand des Schiffes drückte, um es so besser an die Kaikante zu schieben.

Open Ship auf der „Hoben“

17- bis 18-mal im Monat fährt die „Hoben“ zu Einsätzen raus. Wer das Boot der Wasserschutzpolizei einmal aus der Nähe betrachten will, kann dies heute im Alten Hafen tun. Ab 13 Uhr laden die Beamten zum Open Ship.

Die „Albatros“ liegt dann schon im nächsten Hafen vor der kleinen dänischen Insel Ærø in Ærøskøbing. Am Donnerstag kommt das Kreuzfahrtschiff MS „Silver Cloud“ nach Wismar. Am 6. Juli legt die „Thomson Celebration“ an. Der nächste Kreuzliner wird dann erst wieder am 8. August erwartet.

Den Höhepunkt der Wismarer Kreuzfahrtsaison werden wohl die Luxusliner MS „Deutschland“ – das ehemalige ZDF-Traumschiff – und die MS „Balmoral“ in einem Doppelanlauf am 17. August zum Auftakt des Schwedenfestes bestreiten.

„Albatros“ und „Hoben“

Das Kreuzfahrtschiff MS „Albatros“ wurde 1972 in der finnischen Werft Oy Wärtsilä Ab auf Kiel gelegt und ein Jahr später vom Stapel gelassen. Es gehört zur Royal-Viking-Star-Klasse und fährt unter der Flagge der Bahamas für den deutschen Reiseveranstalter Phoenix Reisen. Das Schiff fährt dieselmechanisch und hat eine Besatzung von 340 Crewmitgliedern. Maximal 830 Passagiere können in den 442 Kabinen mitreisen.

Die „Hoben“, das Küstenstreifenboot der Wasserschutzpolizei, ist 25 Meter lang und fährt maximal 48 Kilometer in der Stunde.

Michaela Krohn

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