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Aktuelle Beiträge Zu viele Unfälle: Ab sofort gilt Tempo 70 statt 100
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00:34 20.04.2018

Runter vom Gas auf der Bundesstraße 194 zwischen Grimmen und Schönenwalde: Ab heute gilt auch zwischen der Abfahrt Stoltenhagen bis nach Schönenwalde Tempo 70. Auch ein Abschnitt der Landesstraße 30 zwischen Miltzow und Reinberg – im Bereich der Allee – bekommt eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Auch dort wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 km/h heruntergesetzt.

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Geschwindigkeitsbegrenzung auf der B 194 vom Ortsausgang Grimmen in Richtung Bahnübergang Schönenwalde und auf der L 30 zwischen Miltzow und Reinberg / Schilder werden heute aufgestellt

Grund seien Unfälle in den zurückliegenden Jahren, bei denen Fahrzeuge mit Bäumen kollidierten, aber auch der Schutz von Alleen, teilt Grimmens Straßenmeistereichef Frank Denker auf Nachfrage mit. „Generell sollen Alleen durch Schutzplanken gesichert werden. In diesen beiden Bereichen ist dies aber nicht möglich, da die Bäume zu dicht an der Straße stehen

“, sagt Denker.

Autofahrer reagieren teilweise verärgert: „Und irgendwann schieben wir unsere Autos über die Straße“, kommentiert Ralf Möller die Geschwindigkeitsbegrenzung sarkastisch. Dirk Ewert findet diese Maßnahme „völlig überzogen“. Der kann dagegen Sebastian Schönberger etwas Positives abgewinnen. Er meint, dass die Tempo-Reduzierung hilfreich für jene Kraftfahrer sei, die aus Richtung Stoltenhagen auf die B 194 biegen wollen. Die Bundesstraße sei von dort sehr schlecht einsehbar. „Wenn die Autos dann ein bisschen langsamer ankommen, ist das von Vorteil“, meint er.

24 Verkehrsunfälle ereigneten sich zwischen Anfang 2015 und Ende 2017 auf dem Abschnitt Grimmen / Schönenwalde, teilt Polizeipressesprecherin Ilka Pflüger mit. „Vier davon mit Baumberührung“, berichtet sie. Diese würden also 17 Prozent ausmachen. Bei den 24 Unfällen wurden eine Person schwer und fünf leicht verletzt.

Angeregt wurden die Geschwindigkeitsbeschränkungen von der Verkehrsunfallkommission des Landkreises Vorpommern-Rügen, die sich einmal jährlich treffe, wie deren Vorsitzender Markus Zimmermann, der den Fachdienst „Ordnung“ beim Landkreis leitet, informiert. In diesem Gremium wirken ständig Vertreter der Straßenverkehrs- und der Kreisordnungsbehörde sowie der Straßenbauverwaltung des Landkreises, der Straßenbauverwaltung für die Bundes- und der Landesstraßen, einschließlich der Vertreter der zuständigen Straßenmeistereien Grimmen, Bergen auf Rügen, Martensdorf und Ribnitz-Damgarten, sowie Vertreter der Polizeiinspektion Stralsund mit. „Unsere Aufgabe ist es, Unfallhäufungen zu erkennen, zu analysieren und gezielte Maßnahmen zu ihrer Minimierung zu beschließen sowie deren Umsetzung zu begleiten“, erklärt Zimmermann. Zudem tage regelmäßig die sogenannte Sperrkommission, die darüber berate und festlege, was für mehr Sicherheit auf den Straßen im Kreis getan werden kann und wird.

Als Unfallschwerpunkt könne man den Abschnitt auf der B 194 nicht bezeichnen, aber es gebe eben eine Häufung, so Zimmermann. „Um das Risiko schwerer Unfälle zu minimieren, wurde entschieden, die Geschwindigkeitsbeschränkungen an den besagten Straßenabschnitten durchzusetzen.“

Die Pfähle für die Verkehrszeichen stehen schon. Die Tempo-70-Schilder sollen heute montiert werden, kündigt Frank Denker an.

Anja Krüger

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