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Polizei-Report Bluttat an der Rostocker Stadtautobahn: Junge Frau (32) getötet
Nachrichten Polizei-Report Bluttat an der Rostocker Stadtautobahn: Junge Frau (32) getötet
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06:46 02.04.2014

Grausiger Fund an der Rostocker Stadtautobahn: Die Polizei hat gestern zwischen den Stadtteilen Lichtenhagen und Warnemünde die Leiche einer jungen Frau entdeckt. „Vermutlich wurde die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens“, sagte Polizeisprecherin Isabel Wenzel. Ob es sich um einen Mord handelt, dazu will sich die Staatsanwaltschaft erst heute äußern.

Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden und sollte noch gestern verhört werden.

Die Leiche wurde nach einem Hinweis gegen 12 Uhr in einem kleinen Wald entdeckt. Den ausgerückten Kriminalpolizisten sei schnell klar geworden, dass es sich bei der toten Frau um eine 32 Jahre alte Rostockerin handeln muss, die seit Montag als vermisst galt. Die Polizei sperrte den Fundort ab und suchte mit etwa 40 bis 50 Beamten das Areal nach einer möglichen Tatwaffe und nach weiteren Spuren ab. Gegen 16.30 Uhr wurde der Leichnam abtransportiert.

Einen Verdächtigen hatte die Polizei schnell im Visier. „Der mutmaßliche Täter befindet sich in polizeilichem Gewahrsam und wird noch heute verhört“, so Polizeisprecherin Wenzel. Ob es sich um einen Bekannten oder Verwandten der getöteten Frau handelt, dazu wollten sich die Behörden noch nicht äußern. Die Leiche werde von Rechtsmedizinern untersucht. „Die Obduktion findet morgen früh statt oder noch heute Nacht“, erklärte Holger Schütt, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft gestern Nachmittag. Konkrete Angaben zum Opfer und Tathergang werde die Staatsanwaltschaft erst am heutigen Mittwoch machen.

Morde sind in Mecklenburg-Vorpommern äußerst selten. Im Vorjahr kamen in Rostock zwei Menschen durch vorsätzliche Tötung ums Leben, 2012 waren es drei. Die Aufklärungsquote lag jeweils bei 100

Prozent. Für großes Aufsehen sorgten die Morde an einer Joggerin in Herrnburg im Juli 2013 und an einem 70-jährigen Mann Ende 2012 in der Villa von Frank Pagelsdorf, dem früheren Trainer des FC Hansa Rostock. Nach mehr als einem Jahr wurde ein 40-Jähriger Verdächtiger festgenommen. Er war die Haushaltshilfe des Opfers. Der 46-jährige Mörder von Herrnburg war im Januar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte sein 29-jähriges Opfer mit einem gezielten Messerstich in den Hals getötet.

• Video unter www.ostsee-zeitung.de



Stefan Tretropp und Frank Pubantz

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