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Staatsanwalt untersucht Tod eines Babys

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Eine Frau behauptet nach einer Totgeburt, dass ihr Kind gelebt habe.

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Die Stettiner Bezirksärztekammer soll die Fälle prüfen.“Prof. Zbigniew Celewicz, Beauftragter des Wojewoden

Swinemünde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zurzeit die Todesursache eines Neugeborenen im Swinemünder Krankenhaus. Die Mutter des Kindes behauptet, dass das Neugeborene durch die Vernachlässigung durch das Personal starb.

Zum tragischen Vorfall kam es im Januar dieses Jahres. Eine 40- jährige Frau befand sich in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Sie war im sechsten Monat schwanger. Die Frau behauptet, das Baby alleine im Krankenhausbett zur Welt gebracht zu haben. Im Saal waren keine Ärzte, lediglich ihre eigene Mutter zugegen. Erst später seien einige Krankenschwestern gekommen, die die Frau in einen Behandlungsraum verlegten. Man habe ihr gesagt, dass das Baby tot geboren worden sei.

„Ich habe gesehen, dass sich das Kind bewegte. Dann hat man mir gesagt, dass meine Tochter bei der Geburt nicht am Leben war. Das ist ein Albtraum“, sagte die Frau zu Journalisten.

Die Direktorin des Krankenhauses, Malgorzata Szmajda, hat daraufhin einen Antrag zur Untersuchung in der Geburtsabteilung eingereicht. Die bisherige Abteilungsleiterin wurde für drei Monate ihrer Aufgaben entbunden. Die Frau wurde mit anderen Pflichten betraut.

Neben der Staatsanwaltschaft beschäftigt sich auch die Stettiner Bezirksärztekammer mit dem Vorfall. „Die Angelegenheit betrachten wir vorrangig. Wir haben bereits die medizinische Dokumentation gesichert. Anfang April planen wir die ersten Vernehmungen. Befragt wird sowohl die Mutter des Kindes, als auch das Personal des Krankenhauses“ , sagt Professor Jacek Rózanski, Sprecher der Bezirksärztekammer.

Ein weiterer Kontrollauftrag gegen die Abteilung des Krankenhauses in Swinemünde geht vom Woiwoden Westpommerns aus. Er betrifft auch weitere Beschwerden von zwei früheren Patientinnen des Krankenhauses.

„Es gab keine entsprechende Aufsicht der Patientin, die im Januar ein totes Kind in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Swinemünde zur Welt gebracht hat“, stellt der Konsultant der Woiwodschaft im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe, Prof. Zbigniew Celewicz, klar.

Die zweite Beschwerde betraf den Tod von Zwillingsbabys, von denen eins tot geboren wurde und das zweite nach einigen Wochen im Neugeborenen-Zentrum verstarb.

„Die fehlende Ultraschalluntersuchung bei der Patientin und die Nichteinweisung in ein anderes Zentrum mit erweiterten Pflegemöglichkeiten sind meiner Ansicht nach den Unstimmigkeiten geschuldet, die in der Abteilung aufgetreten sind. Diese Schlussfolgerungen sind dem Direktor des Krankenhauses in Swinemünde überreicht worden“, sagte Prof. Celewicz. „Ich habe mich an den Sprecher der Berufsverantwortung der Ärztekammer gewandt, damit diese auch in dieser Sache ein Verfahren einleitet“.

Prof. Zbigniew Celewicz betont allerdings auch, dass die Zahl der Geburtstodesfälle in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Swinemünde nicht größer als in anderen Krankenhäusern in Westpommern ist. Im Jahr 2013 sind in der Region etwa 16 000 Kinder geboren worden. Die Sterberate, die mit der Geburt nicht unmittelbar verbunden war, betraf sechs von tausend Kindern, die nach der 22. Schwangerschaftswoche geboren worden sind. 44 Prozent der Geburten wurde per Kaiserschnitt durchgeführt.

„Der Anteil dieser Art von Sterblichkeit in Polen unterscheidet sich nicht von hochentwickelten Ländern. Gleichzeitig sorgt die Zahl der Kaiserschnitte nicht eindeutig für eine radikale Sterblichkeitsreduzierung“, betont Prof. Celewicz.

 



Radek Jagielski

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