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Verbrecherporträts zur Kriminalitätsvorbeugung

Neubrandenburg Verbrecherporträts zur Kriminalitätsvorbeugung

Die Schau „BlauArt - Polizei trifft Kunst“, bei der in Neubrandenburg etwa 50 Malereien des Künstlers Nil Ausländer gezeigt werden, soll Jugendliche von einer Karriere auf der schiefen Bahn abhalten.

Neubrandenburg. Mit Hilfe von Porträts verurteilter Straftäter will die Polizei in Neubrandenburg Jugendliche von einer kriminellen Karriere abhalten. Dafür zeigt das ungewöhnliche Kunstprojekt „BlauArt - Polizei trifft Kunst“ diesmal etwa 50 Malereien des Künstlers Nil Ausländer, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte. Die Ausstellung wird an diesem Freitag eröffnet. Der aus Berlin stammende Maler hat im Rahmen des Projektes 21 der rund 160 Insassen des einzigen Jugendgefängnisses Mecklenburg-Vorpommerns in Neustrelitz porträtiert.

Die Begegnung mit dem Künstler sehen Experten als eine Chance für die Verurteilten, die eigenen Taten und Vorgeschichten zu reflektieren. Die in Öl- und Acrylmalereien Porträtierten sind wegen Diebstahl, Raub, Vergewaltigung bis zum Mord verurteilt worden. Bevor die Bilder öffentlich ausgestellt wurden, seien sie den Porträtierten selbst gezeigt worden. „Es ist beeindruckend, wie nahe der Künstler den Jugendlichen und den Haftbedingungen gekommen ist“, erklärte der Leiter der Polizeiinspektion Neubrandenburg und Initiator des Projekts, Siegfried Stang.

Mit dem über Mecklenburg-Vorpommern hinaus beachteten Projekt „BlauArt“ will die Polizei über die Kunst bei Führungen mit Menschen ins Gespräch kommen. Auch Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) wolle sich die Porträtierten anschauen, hieß es. Die Ausstellung wird bis zum Sommer 2014 zu sehen sein.

Einladung

Nil Ausländer

dpa

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