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Proteste in Ferguson: Drei deutsche Journalisten festgenommen

Louis/Berlin Proteste in Ferguson: Drei deutsche Journalisten festgenommen

St.Drei deutsche Journalisten sind bei ihrer Berichterstattung über die Proteste in der US-Kleinstadt Ferguson für einige Stunden in Polizeigewahrsam genommen worden.

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Auch der Fotograf Scott Olson von der Agentur Getty war am Montag in Ferguson verhaftet worden.

Quelle: Roberto Rodriguez

Louis. St.Drei deutsche Journalisten sind bei ihrer Berichterstattung über die Proteste in der US-Kleinstadt Ferguson für einige Stunden in Polizeigewahrsam genommen worden.

Lucas Hermsmeier von der „Bild“-Zeitung, Ansgar Graw („Die Welt“) und Frank Herrmann, der für mehrere Zeitungen schreibt, wurden nach einigen Stunden wieder freigelassen.

Graw und Herrmann, der unter anderem für die „Stuttgarter Zeitung“ und den österreichischen „Standard“ schreibt, wurden am Montag in Handschellen abgeführt und ins Gefängnis nach St. Louis gebracht. Drei Stunden später seien sie freigelassen worden, wie Graw am Dienstag auf welt.de berichtete. Hermsmeier kam am Dienstagmorgen auf freien Fuß. Auch der Fotograf Scott Olson von der Agentur Getty war am Montag in Ferguson verhaftet worden.

Graw, der wegen der Proteste nach den tödlichen Polizeischüssen auf den afroamerikanischen Teenager Michael Brown nach Missouri geflogen war, gehe es gut, aber er sei über das Verhalten der Polizei schockiert, sagte eine „Welt“-Sprecherin.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erklärte, Übergriffe der Sicherheitskräfte auf Journalisten seien nicht zu rechtfertigen. Die Behörden müssten sie ungehindert arbeiten lassen, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen, betonte, Journalisten müssten ihre Arbeit machen können, ohne Angst vor der Polizei zu haben. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sprach von einem massiven Eingriff in die journalistische Arbeit.

Hintergrund von Graws Festnahme soll laut dem „Welt“-Bericht eine Aufforderung der Polizei gewesen sein, auf einer fast menschenleeren Straße nicht stehen zu bleiben. Beide Reporter versichern, der Aufforderung gefolgt zu sein. Die Vorwürfe seien „völlig absurd“, hätten Journalisten einschüchtern und von ihrer Arbeit abhalten sollen, sagte Herrmann. Die Polizei habe die Berichterstattung verhindern wollen, sagte Graw, und sprach von einer „eklatanten Verletzung der Pressefreiheit“.

Das Vorgehen der Polizei gegen Journalisten war in den vergangenen Tagen kritisiert worden. Zwei Reporter waren etwa in einem Fast-Food-Restaurant festgenommen worden, darunter ein Journalist der „Washington Post“. Ein Kamera-Team von Al-Jazeera soll von der Arbeit abgehalten worden sein.


"Bild"-Bericht



dpa

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