Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Nachrichten Souverän, aber korrupt und ein Armenhaus
Nachrichten Souverän, aber korrupt und ein Armenhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 29.03.2014

Der Sudan war flächenmäßig das größte Land Afrikas. Mitte 2011 spaltete sich der Südsudan als souveräner Staat ab — 98,8 Prozent der Bevölkerung waren dafür.

Heute herrscht blanke Not in dem Land mit knapp elf Millionen Einwohnern und der doppelten Größe Deutschlands. Nur etwa jeder Zweite hat einen angemessenen Zugang zu Trinkwasser, die Lebenserwartung liegt bei 54 Jahren, beim Korruptionsindex belegte der Südsudan im vergangenen Jahr Platz 173 (von 175). Seit Dezember herrscht ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir und den Rebellen um den ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar.

Fast eine Million Menschen sind auf der Flucht, die meisten innerhalb des Landes, ein Viertel in Nachbarstaaten wie Uganda, Äthiopien, Kenia und den Sudan. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind fünf Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen. „Wir benutzen noch nicht das Wort Hungersnot, doch ist dies, was Millionen verletzlicher Menschen droht“, sagte ein Sprecher.



OZ

Anzeige